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VMware NSX: Erste Projekte werden produktiv. Anwender schätzen Sicherheit

VMware NSX wird zusehends populärer, weil Nutzer durch Netzwerk-Virtualisierung mehr Sicherheit erhalten. Die Verschlüsselung soll ausgebaut werden.

Große Ankündigungen zur Netzwerk-Virtualisierungs-Lösung VMware NSX suchte man auf der diesjährigen VMworld vergeblich. Dennoch wird NSX immer wichtiger und es gibt mehr Projekte. Martin Niemer, Director Networking & Security Sales – Central & Eastern Europe bei VMware, sieht die Entwicklung positiv: „NSX wird immer wichtiger, um die Konnektivität herzustellen und die Portabilität der virtuellen Maschinen (VMs).“ Einen starken Mehrwert bietet NSX laut Niemer durch seine Sicherheitsfunktionen.

„Hacker, die früher ins Netzwerk durchkamen, konnten sich dort ungestört durchsetzen. Mit der Mikrosegmentierung von NSX kann man die Sicherheitszonen sehr klein machen und so die Wirkung von erfolgreichen Angriffen minimieren.“ VMware hat die Kooperation mit anderen Sicherheits-Herstellern verstärkt. Zu den Technology Alliance Partnern zählen Check Point, Trend Micro, Fortinet und Palo Alto. „Wir haben selbst eine virtuelle Firewall, arbeiten aber auch mit unseren Alliance Partnern und ihren Next Generation Firewalls. Ziel ist es, vor jede Workload eine Firewall zu stellen“, bemerkt Niemer.

Die Security-Gruppen kann man so Policy-basiert aufbauen und Gruppen und Container bilden und für Automatisierung sorgen. NSX in der Infrastruktur sorgt für Zugriff auf Objekte, kann diese direkt in Regeln einbinden und, wenn nötig, in Quarantäne stellen.

Ein wichtiges und relativ neues Einsatzszenario für NSX ist die Verbindung zu virtuellen Desktop-Infrastrukturen (VDI). Die Integration von NSX in Airwatch steht. „Es gibt immer mehr Geräte und diese müssen wir sichern. NSX kann mobiles Device Management (MDM) noch verstärken und den Tunnel weiterbauen in dynamischer Weise. Die Eigenschaften der Mobilgeräte kann der Anwender einbeziehen“, berichtet Niemer. „So bieten wir End-to-End-Sicherheit wie kein anderer Anbieter.“

Neue NSX Kunden

Die Kunden würdigen die Vorzüge. 1.500 NSX Kunden in der Region bedeuten ein Wachstum von 400 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu den Kunden, die auf der VMworld über ihre Erfahrungen mit NSX berichteten, zählen das Reiseportal Amadeus, die Helvetia Versicherung (mit Check Point Integration) und der Otto Versand.

80 deutsche Systemhäuser haben sich für NSX zertifiziert und 60 für vSAN. „Wir investieren stark in das Enablement unserer Partner. Es gibt großes Interesse an NSX und vSAN“, erklärt Rainer Stähle, Director, Partners & General Business, CEMEA bei VMware. „Viele Netzwerk- und Storage-Experten sprechen uns an.“ Laut Stähle machen viele Systemhäuser mittlerweile über die Hälfte ihres VMware-Umsatzes mit den non-core-Produkten vSAN, NSX und Airwatch.

„Es gibt ein starkes Wachstum. Viele Projekte werden jetzt produktiv. Es gibt aber noch ein großes Potenzial. Wir sind mit allen größeren Kunden in der Diskussion. Es gibt viele Proof of Concepts (POCs). Die Projektdauer schwankt nach Komplexität. Ein POC dauert nur einen Vormittag, aber es gibt viele Regeln, die zu beachten sind“, erläutert Niemer.

Kooperationen und Ankündigungen

VMware hat mit allen Netzwerkherstellern Kooperationen abgeschlossen: „Wir sind von der Hardware unabhängig und sehr neutral. Verschiedene Hersteller haben noch eine Zusatzfunktionalität entwickelt und sie integriert. Es ist eine ähnliche Entwicklung wie bei vSphere. Aber es gibt keine klassische Kompatibilitätsliste. Alles wird in der Software konfiguriert“, so Niemer.

Einige Neuerungen sind in Arbeit: „Wir arbeiten an dynamischer Network Encryption. NSX  wird den Netzwerk Traffic verschlüsseln können. Es ist keine Rocket Science, aber komplex ist das Schlüssel-Management in der Cross-Cloud. Da gibt es verschiedene Probleme.

Wir wollen uns auch nativ in Amazon Web Services und IBM Softlayer eingliedern. Im Moment erfolgt dies noch vSphere-basiert,“ kündigt Niemer an.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2016 aktualisiert

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