Viele IT-Chefs kennen ihre Storage-Performance nicht

Eine Studie zeigt, dass mehr als zwei Drittel der IT-Chefs großer Unternehmen, die I/O-Anforderungen der Kernanwendungen an das Storage nicht kennen.

Die Storage-Performance in großen Unternehmen scheint für viele IT-Verantwortliche ein Mysterium zu sein, denn die meisten wissen nichts über die I/O-Profile ihrer Schlüsselapplikationen und wie diese die Storage-Systeme beeinflussen respektive fordern. Das belegt zumindest eine Studie von LoadDynamix, einem Provider für Storage-Performance-Tests. Die Firma befragte hierzu Storage-Verantwortliche von großen Unternehmen.

Die Umfrage besagt, dass rund zwei Drittel (65 Prozent) der 115 Befragten aussagten, die I/O-Anforderungen nur auf ad-hoc-Basis bewerten zu können. Sie verlassen sich auf ihren Speicherlieferanten, ihnen die relevanten Informationen zu übermitteln, oder sie haben schlichtweg diese Informationen nicht.

Nur 35 Prozent gaben an, die I/O-Profile ihrer Kernanwendungen vollständig zu messen und verstehen zu können, was erstaunlich ist, da diese Firmen teure und hochentwickelte Storage-Hardware installiert haben und nutzen. Dabei wissen die EDV-Manager sehr wohl, was eine schlechte Storage-Performance für das Unternehmen bedeutet.

Für die meisten der Umfrageteilnehmer (90 Prozent) bedeutet ein Abfall der Storage-Performance eine verschlechterte Anwendererfahrung, während es für mehr als die Hälfte (54 Prozent) einen Umsatzverlust darstellt. Für 51 Prozent der Teilnehmer wiederum heißt ein Performance-Verlust, dass SLAs nicht eingehalten wurden und für 49 Prozent resultiert dies sogar in Ausfallzeiten.

Storage-Prioritäten für das kommende Jahr

Zu den meist geplanten Storage-Projekten innerhalb der kommenden zwölf Monate zählt die Implementierung eines neuen Backup/Disaster-Recovery-Systems. Dies gaben 54 Prozent der Befragten an. Darüber hinaus steht für 51 Prozent der EDV-Manager die Optimierung der Verfügbarkeit auf der Prioritätenliste, ebenso die Evaluierung neuer Storage-Technologien wie beispielsweise Object Storage, Cloud oder Software-defined Storage (49 Prozent). Die Optimierung der Storage-Performance mit Flash ist für 45 Prozent eine Priorität, für 37 Prozent ist es die Reduzierung der Storage-Kosten.

Die meisten der Umfrageteilnehmer verfügen über ein Fibre-Channel-SAN, während 12 Prozent NAS-Systeme im Einsatz haben und 10 Prozent mit einem iSCSI-SAN arbeiten. Bislang setzen nur vier Prozent Object-Storage-Umgebungen ein.

Bei der Frage nach den wichtigsten Projekten für das nächste Jahr stand der Einsatz von All-Flash-Arrays mit 54 Prozent an oberster Stelle. Mit 28 Prozent erreichte der Einsatz der Cloud für geschäftsunkritische Daten Platz zwei dieser Liste. Dahinter folgten konvergente und hyper-konvergente Storage-Systeme mit 26 Prozent sowie Software-defined Storage auf Standard x86-Architekturen.

Mehr als ein Viertel der Studienteilnehmer planen ihre weniger geschäftsrelevanten Daten in die Cloud zu verschieben, während nur sieben Prozent auch geschäftskritische Informationen dort ablegen wollen.

Etwa 29 Prozent der Befragten verwalten zwischen einem und zehn PByte. Rund 47 Prozent verfügen über Kapazitäten von zwei bis zehn PByte. Nur zwei Prozent managen weniger als 500 TByte. Die Liste der von den Studienteilnehmern meist eingesetzten Speichersysteme wird mit 69 Prozent von EMC klar angeführt. Dahinter reihen sich dann die Anbieter NetApp (52 Prozent), IBM (29 Prozent), HP (23 Prozent), Hitachi Data Systems (23 Prozent) und Dell (10 Prozent) ein.

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Artikel wurde zuletzt im August 2015 aktualisiert

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