Vom Bandlaufwerk zur Festplatte: Wie sich Backup-Storage weiterentwickelt hat

Festplatten haben Bandlaufwerke und Bandbibliotheken als Backup-Medium ersetzt. Virtuelle Bandbibliotheken kommen als Übergangslösungen zum Einsatz.

In den letzten Jahren haben sich Daten-Backups bis zum einem Punkt weiterentwickelt, so dass man sie kaum noch wiedererkennt. Viele Unternehmen machen schon lange kein nächtlichen Backups mehr auf Datenbändern. Das exponentielle Datenwachstum und der Datenschutz-Bedarf zwingen Firmen dazu, die alteingesessenen Datensicherungen gegen neue Backup-Technologien zu tauschen.

Diese Artikel-Reihe über Datensicherung beschäftigt sich mit Backup-Hardware, allgemeinen Herausforderungen und moderner Backup-Software.

Bandlaufwerke und Bandbibliotheken

Bandlaufwerke waren Jahrzehnte praktisch der Standard als Backup-Ziel. Die Laufwerke wurden im Laufe der Zeit verbessert, bieten mehr Funktionen und sind zuverlässiger geworden. Das grundlegende Konzept hat sich allerdings nicht geändert. Sie schreiben Daten auf magnetische Medien.

Bandbibliotheken unterscheiden sich dagegen ziemlich untereinander. Wie hochentwickelt diese sind, hängt in erster Linie vom Kaufpreis ab. Die einfachsten Bandbibliotheken beinhalten ein Bandlaufwerk, ein Magazin für mehrere Bänder und einen Autoloader. Zum Beispiel ist die Bandbibliothek HP MSL2024 Ultrium 3000 eine Rackeinheit, die ein einzelnes LTO-4-, LTO-5- oder LTO-6-Bandlaufwerk bietet. Mit bis zu 24 Bändern stellt das Gerät maximal 36 Terabyte unkomprimierten Speicher zur Verfügung. Einige Bandbibliotheken haben mehrere Bandlaufwerke, robotergesteuerte Ladevorrichtungen und benutzen Barcodes, um den Überblick zu behalten.

Auch wenn moderne Backups meist nicht mehr auf Bändern gemacht werden, sind Datenbänder noch lange nicht obsolet.

Selbst große Firmen nutzen noch Bandbibliotheken, allerdings nicht mehr als primären Backup-Mechanismus. Bandbibliotheken werden eher als sekundäres Backup-Ziel verwendet. Heute werden Daten zunächst auf Festplatten gesichert und später auf Bänder kopiert. Dieser Prozess ist unter dem Namen „Disk-to-Disk-to-Tape-Architektur“ bekannt.

Einige Unternehmen nutzen Bänder auch als sekundäres Storage-Tier. In diesem Szenario sichert die IT-Abteilung die Daten zunächst auf Festplatten. Altern die Daten, verschiebt sie eine Software automatisch von den Festplatten auf Datenbänder. Somit wandern ältere Daten in ein Archiv und neue Daten erhalten Platz auf dem primären Storage.

Virtuelle Bandbibliotheken

Eine virtuelle Bandbibliothek kann man sich als abstrakte Backup-Storage-Technologie vorstellen. Virtuelle Bandbibliotheken wurden entwickelt, um festplattenbasierten Storage für die Backup-Software so erscheinen zu lassen als wäre es eine Bandbibliothek.

Virtuelle Bandbibliotheken waren wichtig (und sind es zum Teil noch), da sie den Übergang zu festplattenbasierten Backup-Medien erleichtern.

Gegenüber Bändern bringen Festplatten als Backup-Ziele eine ganze Reihe Vorteile mit. Festplatten sind für Datensicherung und Wiederherstellung schneller, so dass sich Backups häufiger ausführen lassen. Lange haben viele Backup-Programme festplattenbasierte Ziele aber nicht unterstützt. Dieses Problem wurde mit virtuellen Bandbibliotheken beseitigt, da sie festplattenbasiertes Storage als Bandbibliotheken erscheinen lassen.

Auch wenn virtuelle Bandbibliotheken heutzutage immer noch verwendet werden, sind sie weit weniger wichtig als früher. Moderne Backup-Software unterstützt Festplatten als Backup-Ziel. Das gilt vor allem für Network Attached Storage (NAS), welches man über die Protokolle CIFS und NFS anspricht.

Der zweite Teil dieser Artikel-Reihe erscheint am 22. April und behandelt verschiedene Möglichkeiten, Daten-Backups ausführen.

Artikel wurde zuletzt im April 2014 aktualisiert

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