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Was die Arcserve Cloud bietet

Arcserve Cloud soll Anwendern eine Option für Cloud-basierte Backups, Disaster Recoverys sowie für Langzeitdatenvorhaltung bieten.

Mit Arcserve Cloud bietet der Hersteller nun eine Option, Daten über seine Appliance UDP in einer Cloud und somit extern zu sichern. Anwender, vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), können damit ihre Disaster-Recovery-Strategie ausbauen, DR-Tests ohne Auswirkungen auf die Produktion durchführen, Daten lange vorhalten oder auch ein Failover virtueller Maschinen einrichten, die nur zeitweise in der Cloud operieren. Für sein Cloud-Angebot betreibt Arcserve weltweit vier Rechenzentren in Amerika und Europa, mindestens drei weitere in Südamerika und Asien sollen folgen.

Arcserve Cloud im Überblick

Anwender, die ihre Daten in der Arcserve Cloud sichern wollen, benötigen als Basis die Unified-Data-Protection-Plattform (UDP) des Herstellers. Diese dient als zentrale Sicherungsplattform für alle Daten im Unternehmen und verfügt über redundanten Storage. Die Windows- und Linux-basierte Appliance unterstützt Disk-to-Disk-Backup, sowie Disk-to-Disk-to-Tape und Disk-to-Disk-to-Cloud. Dabei können sowohl physische als auch virtuelle Instanzen in das Backup integriert werden. Für letzteres unterstützt die Lösung VMware vSphere und Hyper-V von Microsoft.

Die Backup-Images werden von einem RPS zu einem anderen über das WAN repliziert.

Arcserve Cloud repliziert automatisch die Backup-Images vom lokalen Recovery Point Server (RPS) zu einem weiteren RPS in der Cloud. Der gesamte Backup-Prozess lässt sich von der UDP-Konsole verwalten. Hier kann der Administrator beispielsweise die Backup-Quelle, das Backup-Ziel und den Speicherzeitraum bestimmen. Der Datentransfer erfolgt über das WAN zwischen beiden Standorten.

Alle elf UDP-Appliances verfügen über die gleichen Cloud-Funktionen.

Um hohe Sicherheit zu gewährleisten, werden die Daten mit 256-AES-Encryption verschlüsselt, sowohl an der Quelle, als auch während des Transfers (in-flight) und in der Cloud. Darüber hinaus sind die Rechenzentren nach SSAE16 zertifiziert. Als Verfügbarkeit für SLAs gibt Arcserve 99,9 Prozent an, was für Langzeitspeicherung und Backup durchaus ausreichend ist.

Um insbesondere den Transfer übers WAN zu optimieren, gewährleistet die Lösung globale Deduplizierung und Komprimierung, auch hier für Data at Rest und in-flight. Mit zusätzlichen WAN-Optimierungen sollen damit Reduzierungen von bis zu 90 Prozent des Backup-Storage erreicht werden. Zudem werden nur die geänderten Daten übertragen, also eine inkrementelle Sicherung durchgeführt.

Für die Erweiterung einer DR-Strategie lassen sich unter anderem virtuelle Maschinen (VMs) bei einem Störfall in der Cloud starten und operieren. Ein Instant Recovery von VMs soll laut Anbieter weniger als eine Stunde dauern. Darüber hinaus versichert Acronis, dass die Cloud-Lösung sofortigen Zugriff auf Daten über ein sicheres VPN ermöglicht, nachdem ein Störfall deklariert wurde und die Standby-Server booten. Nicht zuletzt lassen sich mit Arcserve Cloud auch automatisierte DR-Tests durchführen, inklusive Applikation-Level-Recovery, RTO, RPO und SLAs.

Arcserve bietet innerhalb seiner Cloud den Service Jumpstart. Hierbei handelt es sich um einen Offline-Synchronisierungsservice, der das Einrichten von RPS beschleunigt und den Datentransfer optimiert. Dabei werden die Daten des RPS des primären Standorts auf Festplatten kopiert und an einen externen, zweiten Standort verbracht. Dort wird ein weiterer RPS mit diesen Daten aufgesetzt. Beide Server verbinden sich dann mit der Arcserve Cloud und können zügig ihre Daten synchronisieren. Dieses Verfahren spart Bandbreite im Gegensatz zu einer herkömmlichen Online-Synchronisation und garantiert, dass die DR-Seite auf dem aktuellen Stand ist, sollte es zu einem Ausfall kommen. Neben der Arcserve Cloud werden unter anderem auch Amazon, Azure und Rackspace für den Datenimport unterstützt.

: Funktiosnweise von Arcserve Cloud Jumpstart für Offline-Synchronisation

Der Hersteller verspricht ein einfaches Lizensierungsmodell: Der Kunde kauft quasi ein Abonnement, das jährlich erneuert werden kann und keine Stornierungsgebühr erfordert. Abgerechnet wird zum einen entsprechend der Speicherkapazität. Hier gibt es sechs Größenmodelle, von drei bis 30 TByte. Nachdem der Kunde eine dieser Versionen installiert hat, ist eine Skalierung in 1-TByte-Schritten möglich. Neben diesen Kosten kommen noch Aufwende für Recovery-Services hinzu wie zum Beispiel Virtual Standby. Eine Installation mit drei TByte Speicher und ohne Virtual Standby kostet zum Beispiel 1.972 Euro, eine Woche Virtual Standby schlägt mit 252 Euro zu Buche.

Virtual Standby erlaubt die Inbetriebnahme von VMs in der Cloud während eines lokalen Ausfalles. Dafür gibt es drei Leistungsprofile, die der Kunde wählen kann: Small, Medium und Large. Small umfasst vier Cores, 32 GByte RAM und zwei TByte Storage in RAID-1. Medium bietet 12 Cores, 64 GByte RAM und vier TByte, währen Large 20 Cores, 192 GByte RAM und 16 TByte Kapazität umfasst.

Hochverfügbare Rechenzentren für die Cloud

Der Anbieter betont, dass seine Rechenzentren sicher und hochverfügbar ausgelegt sind. Neben den Sicherheitszertifikaten verspricht Arcserve eine Verfügbarkeit der RZs von 99,999 Prozent, was in etwa einer Ausfallzeit von fünf Minuten im Jahr entspricht. Darüber hinaus erfüllt das Unternehmen auch bundesstaatliche Standards, wie zum Beispiel den Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) und PCI-Regeln (Payment Card Industry).

Alle Komponenten wie Server, Storage oder Services werden mit zwei automatisierten Monitoring-Systemen (extern und intern) rund um die Uhr überwacht. Darüber hinaus sind die Rechenzentren auch physisch von außen stark gesichert – Security-Teams, Überwachungskameras, biometrische Zugangshürden – um die Daten vor fremdem Zugriff zu schützen. Auch neue Hardware, die integriert werden soll, wird zuvor überprüft. Darüber hinaus nutzt der Hersteller eine End-to-End-Checksummen-Prüfung, um die Datenintegrität zu garantieren Die Daten werden kopiert und verschlüsselt auf einem separaten System abgelegt. Nicht zuletzt versichert Arcserve, ein sicheres „Always-On“-Netzwerk zur Verfügung zu stellen.

Den Trend der Cloud nutzen

Arcserve nutzt den auch in Deutschland verstärkt aufkommenden Trend zur Cloud beziehungsweise zur hybriden Cloud. Das Cloud-Angebot ist vor allem an KMUs gerichtet, die mit einem überschaubaren Budget einen höheren Grad an Data Protection und erweiterte Disaster-Recovery-Strategien umsetzen wollen.

Der Hersteller tritt dabei nicht in direkte Konkurrenz zu den großen Providern wie Microsoft, Google oder Amazon. Vielmehr ist dies ein guter Schachzug, zunächst der installierten Kundenbasis (UDP) einen leichten Einstieg in die Cloud zu bieten, ohne dass dabei das Management der Sicherung verändert werden muss. Der Preispunkt scheint zudem ein weiteres Argument für diesen Service.

Wie Arcserve werden sicherlich noch weitere Anbieter auf den Cloud-Zug aufspringen, seien es lokale Provider oder Hersteller, die aufbauend auf einer ihrer Hardwarelösungen die Cloud-Integration beschleunigen wollen. Auf jeden Fall ist und bleibt es ein hart umkämpfter Markt, denn nur flexible Unternehmen, die ihre Geschäftskontinuität fast immer aufrecht erhalten können, bedienen die heutigen Erwartungen an Kundenerlebnis und -zufriedenheit. Für KMUs sind diese nicht mit eigener IT zu erreichen, da kommen dann Firmen wie Arcserve und ihre Angebote ins Spiel.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2015 aktualisiert

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