Was die konvergente Serie SmartStack von Nimble Storage bietet

Nimble bietet mit SmartStack-Serie konvergente Systeme. Für welche Workloads sie sich eignen und warum es eine SAP-Version gibt, erfahren Sie hier.

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Seit Oktober 2014 bietet Nimble Storage mit seiner Serie SmartStack konvergente Systeme an, die unterschiedliche Workloads mit verschiedenen vorkonfigurierten Lösungen bedienen sollen. Der Stack besteht in der Regel aus den Systemen der CS-Serie und Partnerkomponenten von Cisco, Citrix, Commvault, Microsoft, Oracle und VMware

Der Hersteller sortiert seine Lösungen nach Workloads und bietet derzeit SmartStack für Desktop Virtualization (VDI), Server Virtualization / Private Cloud, Desktop and Server Virtualization (combined), Business Critical Applications (beispielsweise unter VMware) sowie für Data Protection, Oracle Data Base und SAP HANA.

SmartStack für geschäftskritische Applikationen mit VMware:

  • Cisco Unified Computing System (UCS)
  • VMware vSphere, Microsoft Exchange, SQL Server, and Sharepoint
  • Nimble Storage-Arrays der CS-Serie

Um das Enterprise-Segment besser bedienen zu können, hatte sich das Unternehmen entschlossen, seine Systeme mit Fibre-Channel-Schnittstelle auszustatten. Viele der SmartStack-Lösungen verfügen über eine Kombination aus CS-Arrays und dem Unified Computing System (UCS) von Cisco gepaart mit Software von Partnern: beispielsweise Hyper-V, XenDesktop, Horizon View, vSphere oder Datenbanken wie SQL Server oder Oracle Linux.

Wie bei allen konvergenten Lösungen will Nimble seinen Kunden die Installation von Infrastruktur durch den SmartStack erleichtern. Alle Komponenten sind in der jeweiligen Lösung aufeinander abgestimmt, um optimal zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus verspricht der Hersteller durch die Effizienz der Box 30 bis 75 Prozent Verringerung des Speicherplatzes für Daten sowie die Verkleinerung des physischen Platzes im Rechenzentrum von bis zu 50 Prozent.

Drei Referenzarchitekturen für SAP S/4HANA

Um sich weitere Chancen auf dem Enterprise-Markt zu erarbeiten, fügte Nimble seiner SmartStack-Serie im Mai 2015 eine SAP-Version hinzu. Die Lösung wurde als SAP HANA Tailored Datacenter Integration zertifiziert und ist in drei Referenzkonfigurationen erhältlich: Small, Medium und Large.

Die kleinste Konfiguration umfasst zehn Blade-Server von Cisco mit 7 TByte RAM und 120 TByte. Sie lässt sich bei Compute und SAP-Modulen auf die nächste Konfigurationsgröße – Medium – skalieren, welche über 20 Blades, 13,5 TByte RAM und 288 TByte Storage verfügt. Von Medium kann der Anwender auf Large erweitern. Die größte Konfiguration, die sich wiederum auf Extra-Large skalieren lässt, enthält 40 Blade-Server, 21 TByte RAM und 576 TByte Storage. Die Lösungen sind aufsteigend als 4-, 8- und 16-Node-Storage-Cluster vorkonfiguriert.

SmartStack für Oracle:

  • Cisco Unified Computing System (UCS)
  • Oracle Database auf Oracle Linux
  • Nimble Storage-Arrays der CS-Serie

Die Konfigurationsversion „Small“ besteht aus Nexus Fabric, Unified Ports, UCS Chassis und dem Cisco-Rack mit PDUs sowie Kabeln und Stromversorgungen. Dieses 4-Node-Cluster kann bis zu 30 produktive und 90 nicht-produktive virtuelle Maschinen bedienen. Die Lösung bietet darüber hinaus 686 SAPS und 328 Cores. Cisco empfiehlt als Speicher das CS500-FC von Nimble Storage, daneben auch IBM Storwize v7000, EMC VNX 5400 sowie Netapp FAS8040/8020. Das Storage wird über 10-GBit-Ethernet, FCoE oder Fibre Channel mit den Cisco-Komponenten verbunden.

Das CS500 wird per Fibre Channel angebunden und liefert 72 TByte an Festplattenkapazität, die sich aber mit maximal 892 TByte an Daten belegen lässt – je nach Deduplizierungsrate. An Flash Ressourcen kann der Anwender von 1,2 TByte bis 32 TByte in die Lösung integrieren. Pro Array-Controller stehen drei Interface-Karten zur Verfügung. Für die Datensicherheit nutzt das System statt RAID-Verfahren eine Replikation. Mittels Quality-of-Service sollen die Workloads auch garantiert die Performance erhalten, die sie benötigen.

Als Software verfügt die SAP/HANA-Lösung über die kostenfreie DCNM-Version für das Netzwerkmanagement, den UCS Manager fürs Compute sowie eine dreijährige Lizenz für SUSE for SAP und für Hadoop.

Die Herstellerlistenpreise (Cisco) liegen bei 699.799 US-Dollar (small), 1.428.853 US-Dollar (medium) und 3.220.663 US-Dollar (large).

Fünf Fragen zu SmartStack SAP S/4HANA an Nimble Storage

Das FC-Interface führte der Hersteller erst Ende 2014, um sich größere Marktchancen im Enterprise-Segment zu eröffnen und die SAP-HANA-Zertifizierung zielt in die gleiche Richtung. Techtarget sprach im Kurzinterview mit Radhika Krishnan, Vice President of Product Marketing and Alliances bei Nimble Storage, über die Entscheidung, ein SAP-Modell anzubieten und welche Chancen Nimble Storage am Markt für sich sieht.

Warum ließ Nimble Storage sich von SAP zertifizieren, wo dies doch mit einem riesigen Arbeitsaufwand verbunden ist?

SmartStack für VDI:

  • Cisco Unified Computing System (UCS)
  • Citrix XenDesktop oder VMware Horizon View
  • Nimble Storage-Arrays der CS-Serie

Radhika Krishnan: SAP hat seine singuläre Ausrichtung auf SAP HANA und S4/HANA als einheitliche Plattform für alle physischen, öffentlichen und privaten Cloudumgebungen eindeutig klargemacht. 

Der Anbieter fordert seine Kunden sowie die SAP-Entwicklungsressourcen dazu auf, Kunden, die zu HANA wechseln, optimierte Geschäftsfunktionalitäten und -werte zu liefern. 

Nimble Storage lässt seine Pläne im Hinblick auf Migrationen sowie auf Neuimplementierungen von SAP HANA sowohl von SAP-Bestandskunden als auch von neuen Kunden evaluieren. Den Bestrebungen der SAP-Zertifizierung sind viele Investitionen, wie unsere Investition in die Fibre-Channel-Konnektivität, vorausgegangen. Zudem sind wir für den Enterprise-Markt von SAP nun gut aufgestellt.

Welche Produkte und Lösungen von Nimble Storage haben die Zertifizierung erhalten?

Krishnan: Die Arrays CS500 und CS700 mit Fibre Channel-Protokoll wurden für SAP HANA Enterprise Storage zertifiziert.

Welchen Wert hat die Zertifizierung insbesondere für den deutschen Markt?

Krishnan: Durch die SAP TDI-Zertifizierung haben Kunden die Gewissheit, dass wir die strengen Kriterien der Zertifizierungs-KPIs von SAP sowie die Prüfkriterien der hohen Verfügbarkeit erfüllt haben, die zur Unterstützung von HANA-Implementierungen in der Produktion erforderlich sind.

Wie passt das in die Alliance-Strategie mit Technologiepartnern wie Oracle und Cisco?

Krishnan: Unsere enge Allianz-Partnerschaft mit Oracle ist insbesondere für unsere SAP-Applikationskunden geeignet, die ihre bestehenden SAP ERP-Applikations-Workloads noch viele Jahre auf Oracle-Datenbanken aufrechterhalten werden. SAP HANA ist zwar eine klare Richtungsvorgabe, doch SAP hat bestätigt, die Versionen der SAP Business Suite-Applikation bis einschließlich 2025 zu pflegen.

Wir erwarten, dass SAP bei vielen unserer SAP-Kunden auf traditionellen Datenbanken wie Oracle koexistieren wird, während sie zu den neuen S4/HANA-Anwendungen wie Simple Finance migrieren. Eines der Alleinstellungsmerkmale ist die Adaptive Flash-Technologie, die Performance über eine Reihe unterschiedlichster Workloads, darunter SAP auf nicht-HANA und HANA, optimiert, und zwar alle auf einer einzigen Speicher-Management-Plattform. 

SmartStack für Private Cloud:

  • Cisco Unified Computing System (UCS)
  • Microsoft Windows Server 2012 mit Hyper-V
  • Nimble Storage-Arrays der CS-Serie

Was unsere strategische Allianz mit Cisco angeht, so haben wir vor kurzem bei der SAP SAPPHIRE unsere SmartStack-Lösung für SAP gelauncht, die mit Cisco UCS und Networking eine integrierte Infrastruktur-Referenzarchitektur bietet. Die SmartStack-Lösung für SAP HANA ist in Ciscos „SAP Build and Price“-Portal als Referenz-Konfiguration für kleine, mittelgroße und große End-to-End-Umgebungen enthalten, die die von SAP HANA unterstützte SAP Business Suite nutzen. 

Kunden, die die integrierte SmartStack-Infrastrukturplattform verwenden, können End-to-End-Support über den von Cisco angebotenen Solution Support für kritische Infrastrukturen bekommen. Die Vorteile unserer SmartStack für SAP mit Cisco minimieren die Komplexität und beschleunigen die Implementierung. Dies gilt insbesondere für standortgebundene Implementierungen von SAP HANA, bei denen HANA eine Plattformumgestaltung erforderlich macht. 

Dies bringt eine völlig neue Infrastrukturkomplexität mit sich – zusätzlich zu der Tatsache, dass HANA alle HANA-Knoten und die dazugehörigen Anwendungs- und Speicherknoten im gleichen Netzwerk benötigt. SmartStack für SAP beseitigt diese Komplexität mit einer vorvalidierten End-to-End-Infrastruktur.

Wie passt die Zertifizierung angesichts des Wettbewerbs mit anderen großen Anbietern, wie NetApp und EMC, in die Strategie von Nimble Unternehmenskunden anzusprechen?

Krishnan: Nimble Storage bietet die Vorteile einfacher Verwaltung und schneller Implementierung. Adaptive Flash sowie die lineare Skalierbarkeit ermöglichen den Kunden, klein anzufangen und Performance sowie Kapazität getrennt voneinander kontinuierlich und unterbrechungsfrei zu skalieren, wenn die Anforderungen der Kunden an die Umgebung steigen. Dies passt insbesondere gut bei Unternehmenskunden, die Risiken und Betriebskosten reduzieren und mit steigendem Bedarf skalieren müssen.

Unsere umfassenden Management-Tools, darunter die cloudbasierte Datenanalyse InfoSight für proaktives Zustandsmanagement von Speicher-Arrays sowie die Snapshot-basierten Datenschutz- und Zero-Copy-Cloning-Tools verstärken unsere Alleinstellungsmerkmale zusätzlich.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2015 aktualisiert

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