Glossar Speichervirtualisierung
Diese Begriffe von A bis B sollten Sie kennen.
Bladesystem Matrix
Um für Anwender den Einstieg in die Virtualisierung niedrig zu halten, hat Hewlett-Packard das Bladesystem Matrix entwickelt. Der Hersteller redet gerne von einem „Rechenzentrum in a box“ oder auch von der „Cloud in a box“. Eine erschöpfende Beschreibung ist das nicht, da das Bladesystem Matrix die vollständige Virtualisierung von den Ressourcen Netzwerk, Server und Speicher durch Managementwerkzeuge und Templates automatisch reservieren und betanken kann.
Block virtualization | Block-Virtualisierung
Bei der Speichervirtualisierung unterscheidet man für Disk Arrays die beiden großen Bereiche Datei- und Blockvirtualisierung. Mit dem Namen Block werden die vom Betriebssystem verwalteten Speichersegmente von Festplatten bezeichnet. Die Blockvirtualisierung kann man sich so vorstellen, dass ein Speichervirtualisierungsserver die Blöcke aller Festplatten in einer Liste aufzeichnet. Durch diese außerhalb des Speichersystems existierende Verwaltung ist es nun möglich, logische Festplatten unabhängig von dem jeweiligen Festplattencontroller des Speichersystem zu verschieben, zu spiegeln, zu replizieren oder Snapshots zu ziehen. Das vereinfacht die Änderung der Größe von logischen Festplatten wie auch die Wartung ganzer Speichersysteme.
Business Continuity | BC | kontinuierliche Betriebsfortführung
Die Aufgabe der Business Continuity wird gerne mit der Installation von Systemen zur Hochverfügbarkeit verwechselt. Bei BC geht es allerdings darum, die geschäftskritischen Prozesse in jedem Fall in Betrieb zu halten oder per Disaster Recovery in einer vorgegebenen Zeitspanne wieder betriebsbereit zu machen. Für den Business-Continuity-Plan müssen alle Unternehmensprozesse und -prozeduren exakt beschrieben sein, um sicherzustellen, dass kritische Funktionen selbst nach einer Katastrophe und eventuell auch ohne das eigene Expertenteam weiterhin ausgeführt werden können.
Business Copy | BC | Dreifachspiegel
Vor allem Finanz- und Buchungssysteme benötigen für ihre Datenbank eine exorbitant hohe Ausfallsicherheit. Dies wird typischerweise durch ein gespiegeltes Speichersystem hergestellt. Damit das System nicht durch ein Backup belastet wird, wurde die Business Copy erfunden. Ein dritter Spiegel wird außerhalb der Backup-Zeiten synchron mitgeführt, soll eine Backup-Kopie gezogen werden, fährt man den dritten Spiegel in den Backup-Modus. Dabei wird die Datenbank konsolidiert und kann nun auf ein Band geschrieben werden. Anschließend wird der dritte Spiegel wieder aktiviert und alle in der Zwischenzeit gemachten Änderungen übertragen bis alle drei Spiegel wieder synchron arbeiten.