Hochverfügbarkeitsspeicher von Hewlett-Packard

Speichersystem HP P9500 setzt Maßstäbe für Cloud Storage

15.11.2010 | Autor / Redakteur: Rainer Graefen / Nico Litzel

Der HP-Hochverfügbarkeitsspeicher P9500 besteht aus 2.048 SSD-, SAS- und Nearline-SAS-Festplatten und stellt 1,2 Petabyte Kapazität zur Verfügung.

Stehen in einer Public Cloud andere Speichersysteme als in einer Private Cloud oder in einem Rechenzentrum? Definitiv, auch wenn die Unterschiede für den flüchtigen Betrachter nicht sofort ersichtlich sind.

Performant, skalierbar und flexibel ist bekanntlich jedes Speichersystem mit mehr als einer Festplatte, wenn man die Produktinformationen der zahlreichen Anbieter nebeneinander hält. Die Anforderungen, die die Betreiber einer Public Cloud an ihre Speichersysteme stellen müssen, gehen jedoch über das hinaus, was selbst klassische Enterprise-Speichersysteme derzeit zu leisten vermögen.

Die gerade stattfindende Entwicklung hat sicherlich Rückwirkungen auf die nächste Generation von Highend-Speichersystemen, sodass zukünftig auch im Rechenzentrum ein Teil der Dienste angeboten werden wird, mit denen Cloud Provider in Kürze ihr Geschäft machen wollen.

Datenverluste sind nicht hinnehmbar

Ein Blick auf die neueste Generation der HP-Hochverfügbarkeitsspeicher soll die Unterschiede verdeutlichen. Das unter dem Namen P9500 vorgestellte Speichersystem gibt dem Service Provider die Verfügbarkeitsgarantie, die man von einem Cloud-Dienst erwartet. Durch eine Reihe von Techniken wird dafür gesorgt, dass die zur Jahrtausendwende (als jedes Internet-Unternehmen nur einen Mausklick vom Kunden entfernt sein wollte) hoch gehandelte Forderung nach „five 9s“ übertroffen wird. Bei einer Verfügbarkeit von mehr als 99,999 Prozent garantiert HP also, dass das P9500 weniger als fünf Minuten im Jahr stillsteht.

Das Besondere daran: Diese Aussage gilt für ein Speichersystem mit einem Mix aus 2.048 SSD, SAS- und Nearline-SAS-Festplatten, die eine maximale Speicherkapazität von 1,2 Petabyte bereitstellen können. Das ist jedoch nicht das absolut adressierbare Speichervolumen. Wird die P9500 zusätzlich als Virtualisierungscontroller genutzt, können extern angeschlossene Speicherarrays vieler verschiedener Hersteller verwaltet werden. Über P9500-LUNs lassen sich Anwendungsservern dann bis zu 247 Petabyte Daten zuordnen. Ein Cloud Provider verfügt damit über ein hochskalierbares System, das die Migration und Konsolidierung von Datenpools selbst größter Kunden ermöglicht.

Höhere Performance für einzelne Anwendungen

Wie der Mix aus Festplattentypen andeutet, geht es in Zukunft um Speicherklassen. Die SSD wird dabei höchste I/O-Performance liefern, die Nearline-SAS mit 7.200 UpM das preiswerteste Speichermedium sein. Das alles nützt aber wenig, wenn in der jeweiligen Speicherklasse Kapazitäten liegen, die nicht genutzt werden.

Weiter mit: Sub-Volume-Tiering verringert ungenutzte Kapazitäten

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