Halbleiterspeicher treiben Speicherarrays in neue Leistungsbereiche

Flash-SSDs könnten Enterprise-Festplatten ausmanövrieren

05.02.2009 | Autor / Redakteur: Jacob Gsoedl / Rainer Graefen

Zwar kosten Flash-basierende SSDs für Unternehmensanwendungen immer noch rund 20-Mal mehr als Highend-FC-Festplatten gleicher Größe, aber der Preisverfall bei NAND-Flash schreitet rascher voran als bei Highend-Festplatten.

Verlässt man die Sichtweise Kosten pro Speicherplatz beim Vergleich von Flash und Disk und betrachtet das Verhältnis von Kosten pro I/O-Leistung, stellt sich schnell heraus, dass Solid-State-Laufwerke kosteneffizienter als Festplatten sind. „In drei bis fünf Jahren wird Solid State eine Standardtechnik bei den meisten Unternehmens-implementierungen sein,“ prognostiziert Mark Peters, Analyst bei der Enterprise Strategy Group (ESG) in Milford.

Neue Speicherebene „Tier 0“

Da Solid State Disks absolut betrachtet viel teurer sind als Highend-Festplatten, setzen Administratoren diese Technik nur selektiv ein, um die Performance bestimmter Applikationen zu steigern. Als Daumenregel kann man formulieren, dass Flash-Speicher dann für den Einsatz geeignet ist, wenn die Festplatte zur Performance-Bremse wird.

Geschäftskritische Applikationen wie die Verarbeitung von Transaktionsdaten und Datenbanken sind hervorragende Beispiele für Szenarien, in denen heute Solid State Disks eingesetzt werden. Exchange-Server- und SQL-Datenbanken sind weitere Kandidaten für Flash-Speicher. „Um sowohl die Performance als auch die Anzahl der Benutzer pro Exchange-Server zu steigern, prüfen wir derzeit den Einsatz von Solid-State-Laufwerken in unserem 10-Gigabit-Ethernet-Nimbus-Array von Data Systems,“ sagt Aaron Martin, IT-Manager bei Loro Piana, einem Hersteller von Luxusgütern in New York. Martin plant auch, Boot-Images und Arbeitsverzeichnisse von virtuellen Servern auf Solid State Disks abzulegen.

Daten zwischen den Ebenen migrieren

Je weiter verbreitet Solid-State-Medien in Storage-Arrays werden, desto wichtiger wird eine automatische Datenmigration zwischen der schnellen Solid-State-Speicherebene und den anderen Tiers. Diese Idee ist nicht neu und kam erstmals mit dem Konzept des Hierarchischen Speicher-Managements (HSM) und später dann wieder mit dem Information Lifecycle Management (ILM) auf. Aber diese automatische Migration ist auch heute noch eher die Ausnahme: Nur rund 20 Prozent aller Unternehmenskunden verschieben automatisch zwischen den Tiers, so das Ergebnis einer Umfrage des US-Magazins STORAGE.

Ergänzendes zum Thema

Highend-Festplatte und Solid State Disk im Vergleich

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Willkommen im Special SSD

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Nico Litzelherzlich willkommen zum Special „Solid State Disk“ von SearchStorage.de.

 

Wir haben an dieser Stelle  Grundlagenartikel für Sie zusammengestellt, die den Aufbau und die Funktionsweise der Halbleiterspeicher erläutern und dabei ausführlich die Unterschiede der beiden Architekturen Multi Level und Single Level Cell herausarbeiten.

 

So erhalten Sie eine Orientierungshilfe, worauf Sie beim Kauf eines Flash-Speichers achten sollten. Darüber hinaus finden Sie hier übersichtlich und kompakt alle Produktnews zum Thema.

 

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen

 

Nico Litzel
Redakteur SerachStorage.de