05.02.2009 | Autor / Redakteur: Jacob Gsoedl / Rainer Graefen
Die große Mehrheit der Firmen, die bereits heute Solid State Storage einsetzen, migrieren die Daten zwischen Tier 0 und den anderen Tiers manuell. „Damit Tier 0 effektiv ist, müssen die Daten auf die richtige Ebene verschoben werden, und das muss die Management-Software erledigen,“ erklärt Clod Barrera, Distinguished Engineer und Chief Technical Strategist für die System-Storage-Produktlinie bei IBM.
„Wenn wir Tier 0 in unseren DS8000-Arrays ausliefern, wird die Richtlinienverwaltung im Totalstorage Productivity Manager Tier 0 unterstützen,“ kündigt er an. Die Symmetrix Management Console von EMC unterstützt die Konfiguration von Zeitplänen und Richtlinien, um Daten zwischen den Ebenen zu verschieben, was auch eine Migration von und zu Tier 0 beinhaltet.
Da sich die Preise von SSDs und Festplatten weiterhin annähern, prognostizieren einige Experten, wird die Nachfrage nach Highend-Festplatten wahrscheinlich rückläufig. Die Größe einer Tier-0 mit SSDs dürfte in dem Maß wachsen, in dem Tier 1 auf Basis von Highend-Festplatten schrumpft.
Schließlich werden die SSDs die Highend-Festplatten irgendwann ganz verdrängen. „Speichersysteme werden aus zwei Haupt-Tiers bestehen: einer hoch performanten Solid-State-Ebene und einer Speicherebene mit hoher Kapazität und niedriger Leistung, die aus billigen SATA-Festplatten (bzw. Festplatten einer vergleichbaren Technik) besteht,“ prophezeit Rick Gillett, Vizepräsident für Datensystemarchitektur bei F5 Networks.
Noch ein anderer Vergleich lässt Festplatten schlecht aussehen. Solid State Storage verbraucht erheblich weniger Strom für eine gegebene Anzahl an Operationen. „Grob kann man sagen, dass Solid State Storage rund 1.000 Operationen pro Watt erledigt, während Highend-Festplatten nur fünf Operationen pro Watt schaffen,“ erklärt Greg Schulz, Gründer und leitender Analyst der StorageIO Group.
Der hohen Leistung und dem niedrigen Stromverbrauch der Solid-State-Technik stehen einige potenzielle Probleme gegenüber, die die Hardware-Hersteller noch endgültig lösen müssen:

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