Halbleiterspeicher treiben Speicherarrays in neue Leistungsbereiche

Flash-SSDs könnten Enterprise-Festplatten ausmanövrieren

05.02.2009 | Autor / Redakteur: Jacob Gsoedl / Rainer Graefen

Genauer gesagt verwendet NetApp Solid-State-Speicher, um Metadaten zu cachen. Wenn man eine Kopie der Metadaten auf einer NAND-Flash-PCI-Express-Karte im Storage-Controller lässt, sind diese in einer für Flash typischen Geschwindigkeit auslesbar. Nur die eigentlichen Daten müssen von den Festplatten geholt werden. Das Resultat ist ein signifikanter Leistungszuwachs. „Indem man die Metadaten vom Solid-State-Speicher liest, erreicht man einen 40-prozentigen Leistungszuwachs bei Applikationen wie Exchange,“ erklärt Bennett.

Unterschiedliche Management-Anforderungen

Wie NetApp sieht auch Gear6 die kurz- und mittelfristige Rolle von Solid-State-Speicher eher als Cache denn als Festplattenersatz. „Der Einsatz von Flash-Laufwerken als dauerhafte Speichergeräte bedeutet mehr Ärger als Nutzen, weil die Management-Anforderungen so unterschiedlich sind,“ sagt Gary Orenstein, Vizepräsident Marketing bei Gear6. Die Cachefx-Appliance des Unternehmens bietet einen Pool von DRAM oder NAND-Flash, der zwischen den Clients und den NAS-Geräten sitzt und den Dateizugriff beschleunigt. Man greift auf Cachefx wie auf ein NAS-Gerät zu. Wichtige Einschränkung derzeit: Es wird ausschließlich das NFS-Protokoll unterstützt.

Dedizierte Solid-State-Speichersysteme wie etwa die von Texas Memory Systems (TMS) sind eine weitere Methode, wie Solid State Storage ins Rechenzentrum gelangt. Statt die vorhandenen Arrays mit SSDs aufzurüsten, werden diese Systeme an vorhandene SANs angeschlossen. Auf sie kann man wie auf klassische Disk-Arrays zugreifen. Den eigenen Performance-Anforderungen entsprechend kann man dedizierte Solid-State-Systeme wie TMS Ramsan in DRAM- oder NAND-Flash-Konfiguration erwerben, sodass Kunden selbst über die Leistung mitentscheiden können.

Im Gegensatz zu den großen Array-Herstellern mit ihren ersten Solid-State-Versuchen besitzen Firmen wie TMS langjährige Erfahrung mit Solid-State basierenden Speichersystemen. Andererseits bedeutet ein dediziertes Solid-State-System, dass man eben ein weiteres System mit ganz neuen Tools verwalten muss.

Ergänzendes zum Thema

Highend-Festplatte und Solid State Disk im Vergleich

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Nico Litzelherzlich willkommen zum Special „Solid State Disk“ von SearchStorage.de.

 

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Nico Litzel
Redakteur SerachStorage.de