05.02.2009 | Autor / Redakteur: Jacob Gsoedl / Rainer Graefen
Auch bieten solche Systeme nicht die Ausfallsicherheit und die speziellen Funktionen, wie man sie von Highend-Disk-Arrays gewohnt ist. Und wenn die Preise für NAND-Flash-Speicher weiterhin derart fallen, wird es bald kosteneffizienter sein, ein vorhandenes Array mit Solid State Disks auszustatten als ein separates Speichersystem zu erwerben.
EMC und kleinere Firmen wie Nimbus Data Systems waren die ersten Hersteller, die Produkte mit Solid-State-Tier-0 ausgeliefert haben. Andere Array-Hersteller haben zwar noch keine Solid-State-Produkte im Portfolio, verfolgen die Entwicklungen aber ganz genau. „Hitachi Data Systems prüft derzeit die Unterstützung von SSDs,“ sagt Roberto Basilio, leitender Direktor für das Enterprise-Storage-Produktmanagement. Hewlett-Packard plant innerhalb der nächsten neun bis 18 Monate Solid State Storage bei seinem Storageworks XP24000 Array (ein OEM-Produkt von Hitachi) einzusetzen, verrät Patrick Eitenbichler, Marketingdirektor der Storageworks Division. Und „IBM hat vor, in Kürze Tier 0 für seine System Storage DS8000 High-End-Arrays auszuliefern,“ versichert Barrera.
In den kommenden zwei bis drei Jahren wird Tier-0 mit Solid State Storage eine Standardoption für Arrays werden. Aber es wird eine kostspielige Option bleiben, die Kunden nur selektiv einsetzen werden. Längerfristig, wenn die Kosten pro Gigabyte von NAND-Flash weiter sinken, werden SSDs die vorhandenen Highend-Festplatten komplett verdrängen. In den nächsten fünf Jahren wird das jedoch sicher noch nicht der Fall sein.

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