IBM kündigt Speicherlösung für Exchange-Kunden im Mittelstand an

IBM bündelt Server, Storage, Software und Infrastruktur

20.05.2008 | Autor / Redakteur: Peter Hempel / Martin Hensel

LUNs lassen sich bei der Exchange-Lösung von IBM per Windows-GUI auch im laufenden Betrieb anpassen.

IBM stellt eine „Out-of-the-box“-Speicherlösung für Exchange-Kunden vor. Sie soll mittelständischen Unternehmen das Speichermanagement im E-Mail-Bereich erleichtern. Das Paket enthält abgestimmte Blade-Center-Server- und Storage-Systemkomponenten sowie Systemrack und Infrastruktur. Auch Software und Support sind bereits integriert.

IBM bietet drei komplette, aufrüstbare Blade-Center-Lösungen zur Sicherung elektronischer Korrespondenz an. Der Konzern will damit mittelständische Betriebe erreichen, die aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen ihre E-Mails rechtskonform archivieren müssen. Bereits bestehende Exchange-Umgebungen können auf die kompletten Infrastrukturpakete migriert werden.

Im Server- und im Storagebereich ist das System auch für weitere Applikationen oder mit leistungsfähigerer Hardware ausbaubar. Bereits in den Grundkonfigurationen ist die Lösung flexibel gehalten: So lassen sich beispielsweise verwendete LUNs aus der Windows-Oberfläche heraus konfigurieren, wodurch man Applikationen dynamisch mehr Speicher zuteilen kann.

Backup und Wiederherstellung von kompletten Exchange-Umgebungen können sehr schnell realisiert werden, weitgehend unabhängig von der Datenmenge – die Pakete nutzen zur Datensicherung Snapshots. Zusätzlich können auch einzelne Mailboxen per Drag and Drop wiederhergestellt werden. IBM liefert die dazu nötige Single-Mailbox-Recovery-Software mit.

Drei Pakete aus Blade-Center-E-Servern und Nseries-Storage

Paket „S“ ist ausgelegt für bis zu 100 E-Mail-User und enthält zwei Bladeserver HS21 (Xeon-Quadcores) mit iSCSI-Adaptern und zwei LAN-Switches. Beim dazugehörigen IBM Storage Nseries N3300 handelt es sich um das Cluster-Modell mit bis zu 69 Terabyte Rohkapazität. Das Array enthält Software-Funktionen wie Snap Restore, Snap Manager für Exchange, Snap Drives sowie Single Mailbox Recovery.

Zur Infrastruktur gehören zwölf Festplatten mit je 144 Gigabyte Kapazität, ein Keyboard, ein Rack und ein 17-Zoll-Panel. Das Blade-Center kann auf bis zu 14 Bladeserver ausgebaut werden.

Paket „M“ hat die selben Leistungsdaten wie Paket „S“, jedoch mit E-Mail-Recovery für bis zu 500 Teilnehmer. Das Paket „L“, enthält Recovery-Lizenzen für 1.000 E-Mail-User sowie als Storage-Komponente eine IBM System Storage Nseries N3600 mit zwanzig 144-GByte-Drives. Maximal sind hier 104 Terabyte Rohkapazität erreichbar.

Das Start-Paket „S“ für 100 Single Mailbox Recovery Seats kostet ab 33.700 Euro, das „M“-Paket ist ab 46.500 Euro und das „L“-Paket ab 56.500 Euro erhältlich, jeweils inklusive drei Jahren Hardware- und Softwaregewährleistung.

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