Der digitale 100-Jahre Archiv-Standard

Die Speicherbranche versucht sich an der Langzeitarchivierung

04.02.2009 | Autor / Redakteur: Rainer Graefen / Nico Litzel

Mit dieser Einstellung wähnen sich Anwender auf der richtigen Seite. Andererseits zeigt das auch, wie gut die Speicherbranche ihre archivierenden Kunden erzogen hat. Die mussten sich in langen Jahren daran gewöhnen, dass die Bandlaufwerke nur zwei Generationen rückwärts lesen können. Das heißt, die Laufwerke sind nach ca. sechs Jahren zu ersetzen und damit müssen auch alle Medien umkopiert werden.

Und bei den Anwendungen und Dokumentenformaten inklusive den benötigten Betriebssystemen läuft es ähnlich, auch wenn sich durch PDF/A und offene Formate wie Docx die Lage ein wenig entspannt hat. Einige Experten prognostizieren, dass durch die ISO-Standardisierung das PDF/A-Format sehr schnell an Bedeutung gewinnt und das TIFF-Format allein schon aufgrund der Volltextrecherchemöglichkeit kurzfristig ablösen könnte. Nichtsdestotrotz wäre immer noch Microsoft rechts zu überholen.

Nicht zu vergessen sind selbstverständlich auch Firmenübernahmen und Technologiewechsel, die manch schöne Kalkulation bezüglich sicherer Archivierung zu Schande werden lassen. Man denke nur an optische Jukeboxen, die nicht nur wegen empfindlicher Robotik ins Gerede gekommen sind, sondern auch durch den Abschied von Hewlett-Packard aus dem wenig lukrativen Marktsegment. Und was aus Plasmon und anderen wird, bleibt auch abzuwarten.

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