Disk-basierende Backups

CDP ergänzt sinnvoll die Backup-Strategie

26.01.2008 | Autor / Redakteur: Alan Radding / Nico Litzel

Früher standen Administratoren nur einige wenige Datensicherungs- und Backup-Optionen zur Verfügung, die sich hauptsächlich um die Bandkopie drehten. Mit dem Aufkommen preiswerter Festplatten verfügen Speicheradministratoren zum Schutz ihrer Daten heute über eine größere Bandbreite an Möglichkeiten. Eine wichtige ist die kontinuierliche Datensicherung (Continuous Data Protection, kurz CDP), die Datenverluste durch große Backupfenster vollständig vermeiden kann.

Continuous Data Protection ermöglicht es, den Datenstand wiederherzustellen, der kurz vor einem logischen oder Systemfehler herrschte. Es versteht sich von selbst, dass damit auch der Datenstand von vor zwei Tagen oder zwei Wochen wiederherstellbar ist. CDP ist allerdings, wie auch Snapshots und weitere Formen der Datenreplizierung und -spiegelung, nur ein Teil der Datensicherungsstrategie, mit der Unternehmen Kostenaufwand und Datenverluste optimieren können. Hier spielen Überlegungen über die zulässigen Recovery Point Objectives (RPOs), also die Datenmenge, die eine Firma nach einem Systemfehler „verschmerzen“ kann, und verschiedene Recovery Time Objectives (RTOs), also die Zeit, die man braucht, um die Daten nach einem Systemfehler wiederherzustellen, die grundlegende Rolle.

CDP hat Anfangs eine Menge Startups wie beispielsweise Kashya (mittlerweile von EMC übernommen), Revivio (zwischenzeitlich ein Teil von Symantec) und Topio (nun im Besitz von NetApp) inspiriert. Diese Firmen boten zunächst standalone Appliances mit CDP und weiteren Datensicherungs-Optionen an. Lösungen, die für ihre Fähigkeit gelobt wurden, extrem kurze RPOs zu niedrigeren Kosten anzubieten. Zuvor gab es nur die teure Alternative der Spiegelung von Speichersystemen bis hin zum gesamten Rechenzentrum.

„Wer braucht schon null Datenverluste?“

„CDP war für geringstmögliche Datenverluste konzipiert, für Applikationen, die ein RPO von nahezu null brauchen. Aber wie viele Anwendungen in irgendeinem Rechenzentrum brauchen wirklich ein Recovery Point Objective von nahezu null?“, fragt sich W. Curtis Preston, Vizepräsident Datensicherung bei Glasshouse Technologies.

Das CDP-Verfahren, wie es ursprünglich entworfen wurde, hatte einige Schwächen: „Standalone CDP Appliances sorgten für zusätzliche Komplexität und höhere Kosten. Das hatte zur Folge, dass man noch mehr Teile ins Rechenzentrum packte, die man dann zusätzlich verwalten musste,“ erklärt Greg Schulz, Gründer und Senioranalyst der StorageIO Group. „Als eigenständige Technik hat es sich für die meisten Firmen als Totgeburt erwiesen.“

Inhalt des Artikels:

»1 »2 »3 nächste Seite

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)



Spamschutz 

Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2012796)