13.05.2009 | Autor / Redakteur: W. Curtis Preston / Rainer Graefen
Auf dem Markt werben Source und Target Deduplication mit sehr unterschiedlichen Vorzügen für sich. Von unterschiedlichen Performance- und Deduplizierungsdaten ist insofern auszugehen. Bei einem Aspekt dürfen sich die beiden Varianten allerdings nicht unterscheiden – der zuverlässigen Datenspeicherung. Um der unterschiedlichen Arbeitsweise gerecht zu werden, sind auch unterschiedliche Testverfahren anzuwenden.
In den meisten Fällen wird Source-Deduplizierung als Ersatz für Backup-Software betrachtet, die ja „ihren Job“ macht und auf günstige Laufwerke schreibt. Obwohl diese Konfiguration einige Nachteile mit sich bringt, die man mit Source-Deduplizierung in den Griff bekommen möchte.
Die Tatsache, dass die Inline-Appliance ein bestehendes Produkt ergänzen oder gar ersetzen soll, wälzt die Beweislast, das bessere Tool zu sein, allerdings auf das Deduplizierungsprodukt.
Die Source-Deduplizierung braucht zwar einige Prozessorleistung, entlastet dafür das produktive Netz, da weniger Daten zu übertragen sind. Die Dedup-Appliance ist deshalb im Testbetrieb ohne zusätzliche Netzwerklast schwer an ihre Grenzen zu bringen.
Es empfiehlt sich deshalb eine dreistufige Vorgehensweise:
Sie haben Recht, das hört sich nach Mißtrauen an. Das sollten Sie auch haben, Mißtrauen, reduzieren Sie doch das Backup-Volumen auf die Größenordnung ihres Online-Speichers. Da zahlreiche Redundanzen entfernt werden, sollten Sie im K-Fall ihrem Dedup-Backup jederzeit vollständig vertrauen können.
Einfache Backup-Funktionen: Sie werden das Produkt einsetzen, um mit ihm Backups und Restores von jedem unterstützten Client anzufertigen. Stellen Sie sicher, dass Sie mit diesem Produkt all das machen, was sie auch mit Ihrem Backup-System machen. Planen Sie automatisierte Backups und schauen Sie in den Berichten nach, wie erfolgreich diese waren.
Wenn ein Backup-Lauf fehlschlägt – das sollten Sie erzwingen –, was passiert dann? Und was passiert, wenn Sie dieses Backup nochmal ausführen? Wie laufen Restores? Können nur Administratoren oder auch Anwender Restores vornehmen? Wenden Sie die gleichen Workflows wie sonst auch an und prüfen Sie, ob sich diese auch auf das neue Produkt übertragen lassen.
Fortgeschrittene Backup-Funktionen: Möchten Sie die Backups zu einem zweiten Standort replizieren? Und wenn Sie alle Backups zu einem Standort repliziert haben, wollen Sie diese dann auf Band kopieren? Wie gut funktioniert das?
Performance: Wie sieht die Backup-Performance aus? Wie schnell wird repliziert? Wie viele Daten werden übertragen? (Rechnen Sie nicht damit, dass zwei unterschiedliche Dedup-Produkte eine identische Datenmenge übertragen).
Wenn Sie beabsichtigen, über große Strecken zu replizieren, wie beeinflussen Performance und unvorhergesehene Verbindungsabbrüche die Stabilität des Produktes?
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