Mit Appliances sollen Reseller Cloud-Services zum Endanwender bringen

Tandberg investiert in den Data Protection Markt

25.02.2010 | Redakteur: Rainer Graefen

Accuguard bewacht die Daten auf dem DPS2000

Entsprechend der geänderten Tandberg-Strategie tritt die Hardware der NAS-Appliance DPS2000 ein wenig in den Hintergrund. „Der Kunde will ein System, das seine unterschiedlichen Bedürfnisse erfüllt“, sagt Hellriegel. Die Integration der Hardware in die beiliegende Accuguard-Software ist damit wichtiger als die NAS-Box selbst.

Zwar werden Linux und Mac-User in der Presseinformation erwähnt, wirft man seinen Blick auf die einzelnen Features, so ist klar, dass Tandberg vor allem Windows-Anwender anspricht.

Wichtigste Funktion von Accuguard ist das zuverlässige File-Backup, dann folgen die Sicherung von MS SQL und Exchange und demnächst wohl auch auch Sharepoint. Unklar ist zur Zeit noch, ob auch der Microsoft Foundation Server voll abgedeckt ist.

Durch weitere Funktionen wie Kompression, Deduplizierung und Single Instance Storage (SIS) wird die Datenmenge laut Hersteller um die typischen Werte von etwa Faktor 20 reduziert. Die Deduplikation selbst findet direkt an der Datenquelle, also auf dem Rechner statt und belastet damit die DPS2000 nicht.

Hardware-Features und Preise

Die DPS2000 Series wird entweder als Desktop-Gehäuse oder als Rackmount mit einer Höheneinheit (1U) geliefert und ist, wie viele konkurrierende NAS-Systeme, mit Intels Atom-Prozessor ausgestattet. Das System ist parallel zum NAS-Betrieb auch als iSCSI-Target ansprechbar.

Die vier Festplatteneinschübe beider Varianten wurden hot swappable ausgelegt, dazu kommen zwei Gigabit-Ethernet-Ports, die für Failover und Loadbalancing zusammengeschlatet werden können. Anwender können die RAID-Level 0, 1, 5, 6, 5+Spare und JBoD konfigurieren. Tandbergs NAS-System lässt sich im laufenden Betrieb auf höhere Speicherkapazitäten aufrüsten.

Eine interesssante Funktionserweiterung ist, dass das DPS2000 auch die Remote-Replikation beherrscht und dass sich mehrere Geräte zu einem größeren virtuellen System zusammenschalten lassen. Verschlüsselung, eSATA (nur Desktop) und USB verstehen sich schon fast von selbst.

Die Listenpreise bewegen sich zwischen 1.887 Euro für vier Terabyte (Desktop) und 2.940 Euro für acht Terabyte Kapazität (Rackmount) inklusive Accuguard-Software.

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