Für VMware View 4.5 optimierte Storagesysteme sollen Speicherkosten drücken

NetApp und VMware präsentieren weltgrößte VDI-Referenzarchitektur

08.09.2010 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Ulrich Roderer

SSD-Caches sollen die Leistung virtueller Infrastrukturen deutlich erhöhen.

Wie sich die Performance, Flexibilität und Kosten virtualisierter Infrastrukturen optimieren lassen, hat Speicheranbieter NetApp auf der Fachmesse VMworld in San Francisco demonstriert. Dort präsentierte der Anbieter eine VDI-Referenzarchitektur mit 50.000 virtuellen Desktops. Außerdem vermeldete NetApp die Unterstützung von VMware vCloud Director.

NetApp und Virtualisierungsexperte VMware haben nach eigenen Angaben die größte, dokumentierte Implementierung virtueller Desktops gezeigt. Auf der kürzlich zu Ende gegangenen Fachmesse VMworld 2010 präsentierten beide Unternehmen eine VDI-Referenzarchitektur (VDI = Virtual Desktop Infrastructure) mit 50.000 virtualisierten Arbeitsplätzen.

Die Lösung basiert unter anderem auf den Virtualisierungslösungen VMware View 4.5 und VMware vSpere sowie den NetApp-Produkten FAS Storage und Virtual Storage Console. Laut NetApp sollen die verwendeten Speicherprodukte eine Kostenersparnis von 30 Prozent zum Wettbewerb ermöglichen. Statt konkreter Daten publizierte der Hersteller jedoch nur allgemeine Überlegungen. So könne der Storagebedarf in großen Virtual-Desktop-Umgebungen auf hunderte Terabyte anwachsen.

Solch große Implementierungen stellen freilich auch gehobene Ansprüche an Backup, Recovery sowie Deduplizierung, Desktop-Cloning und Überwachung von Storage-Systemen. NetApps Antwort darauf sind beispielsweise für VMware View 4.5 optimierte Cachespeicher auf Basis von Solid State Disks (SSD).

Patrick Rogers, Vice President von Solutions und Alliances bei NetApp, fasst zusammen: „Mit der nahtlosen Integration von NetApp und VMware View 4.5 liefern wir eine vollständige, sichere und einfach zu verwaltende Lösung für eine ganzheitliche, kosteneffiziente Desktop-Virtualisierung ohne Kompromisse.“

Speicher für cloudbasierte IT-Services

Zudem vermeldete NetApp auf der VMworld 2010 die Unterstützung für VMware vCloud Director. Mit der Software können cloudbasierte IT-Services implementiert werden.

NetApp Shared Storage soll dabei den von virtuellen Ressourcen benötigten Speicherplatz minimieren. Hierfür setzt der Anbieter von Storage-Systemen auf Thin Provisioning und Deduplizierung. Integrierte Techniken für Backup und Recovery sollen zudem für eine hohe Datensicherheit sorgen.

Gary Green, Vice President Global Strategic Alliances bei VMware, erläutert: „Durch die Integration von VMware vCloud Director kann NetApp seine Shared-Storage-Infrastruktur erweitern und Kunden den Weg zu IT-as-a-Service vereinfachen und verkürzen.“

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