20.06.2008 | Redakteur: Nico Litzel
Bereits seit einiger Zeit sind Quantums Midrange-Disk-Systeme DXi3500 und 5500 auf dem Markt. Nun gesellt sich in die Reihe das Spitzenmodell DXi7500, das ab sofort auch in Europa verfügbar ist.
Quantums Disk-Backup-Lösung lässt sich von 18 auf bis zu 180 Terabyte (240 Terabyte Raw) skalieren und leistet bis zu vier Terabyte pro Stunde (komprimiert). Gegenüber Backup-Software präsentiert sich die DXi7500 als NAS-Mount-Punkt (Dateisysteme CIFS und NFS), als Virtual Tape Library (VTL) mit 4-Gbit-FC-Anbindung oder als beliebige Kombination aus Share und VTL über alle Konfigurationen hinweg.
Die DXi-Architektur vergleicht Datenblöcke in allen Systemen der DXi-Reihe und überträgt nur die einmaligen Blöcke – beispielsweise zwischen einem DXi3500-System in einer Außenstelle und dem DXi7500 im Hauptrechenzentrum. So können Anwender eine globale Deduplizierungs- und Replizierungs-Strategie umsetzen, die den Bedarf an WAN-Bandbreite um bis zu 90 Prozent gegenüber herkömmlichen Ansätzen reduziert, verspricht der Hersteller.
Daten-Deduplizierung wird von Kunden gut nachgefragt. Das belegen Zahlen, die Quantum veröffentlich hat: Wurden im ersten Finanzquartal 2007 weltweit drei Millionen US-Dollar mit Deduplizierungs-Lösungen umgesetzt, so weist das Unternehmen für das eben abgelaufene erste Finanzquartal 2008 einen Umsatz in Höhe von elf Millionen US-Dollar aus.
Beim Thema Deduplizierung lässt Quantum Anwendern Wahlfreiheit bei der Methode: Neben einem adaptiven Deduplizierungs-Modus, bei dem der Deduplizierungsprozess automatisch an die Dateneinspeisungsrate angepasst wird und so Performance und Disk-Auslastung optimiert werden, steht auch ein Post-Processing-Verfahren für kürzere Backup-Fenster und schnelle Restores zur Verfügung. Den Nachteil der nachgelagerten Deduplizierung, ein hoher Bedarf an Festplattenkapazität, versucht die DXi7500 dabei zu umgehen, indem sie mit der Deduplizierung bereits beginnt, noch ehe der gesamte Backup-Job abgeschlossen wurde.
Für Fälle, in denen Deduplizierung nicht sinnvoll erscheint, bietet das Modell DXi7500 darüber hinaus auch einen nativen NAS-/VTL-Modus für ein konventionelles Disk-Backup an (CIFS/NFS bzw. Fibre Channel und iSCSI).
Die Disk-Backup-Lösung verfügt über eine integrierte Funktion zur Banderstellung. So können (physische) Bänder über dedizierte Fibre-Channel-Verbindungen beschrieben werden. Die DXi7500 ist voll qualifiziert für Symantecs Netbackup 6.5 Direct to Tape und erlaubt nach Herstellerangaben eine einfache Verwaltung der Banderstellung.
Die DXi7500 wird ab sofort ausgeliefert. Eine Einstiegskonfiguration mit 18 Terabyte kostet rund 90.000 Euro.
Weitere Informationen zum Thema Deduplizierung hat SearchStorage.de in einem Special zusammengestellt. Unser Lesetipp: „Deduplizierung – ein Markt sucht nach der optimalen Datenverarbeitung“.
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