Streamer-Ersatz

Virtual Tape Libraries für KMUs

27.02.2007 | Autor / Redakteur: Thomas Böcker / Bernd Schöne

Einsteiger-VTL: HPs neues D2D Backup System.

Das Angebot an Virtual Tape Libraries (VTL) für KMUs wächst derzeit fast täglich. Gestern schickte Hewlett-Packard (HP) seinen neuesten Kandidaten ins Rennen: Das HP Storageworks D2D Backup System schluckt Daten von bis zu vier Servern, lässt sich binnen kürzester Zeit konfigurieren und ist schon für 1600 Euro zu haben.

HPs neue VTL ist vor allem für Anwender gedacht, denen die bislang verfügbaren Maschinen schlicht zu groß und komplex waren: Ihnen steht mit dem HP D2D Backup System eine Lösung zur Verfügung, die sich einfach in bestehende Infrastrukturen eingliedern lässt und mit nahezu jeder bekannten Backup-Software zusammenarbeitet.

Als „Konkurrenz“ sieht HP dabei vor allem das eigene, im Frühsommer 2006 vorgestellte Modell VLS 1000i.

Das HP D2D Backup System kommt in zwei Tower-Varianten mit 750 GByte bzw. einem TByte Netto-Speicherkapazität auf den Markt und kann maximal vier Server gleichzeitig „absichern“. Wie ihre ältere Schwester emuliert auch die neue VTL ein LTO-2-Bandlaufwerk und den Autoloader 1/8 (mit maximal 96 Cartridges à 200 GByte); damit ist größtmögliche Kompatibilität gewährleistet.

Abstriche bei Datentransferraten

Verbindung zum LAN nimmt sie über eine 1-GBit-iSCSI-Schnittstelle auf, wahlweise ist auch der Anschluss per 100Base-T möglich. Die Maschine unterstützt Software-RAID 5 und ist damit gegen den Ausfall eines Laufwerks abgesichert. Abstriche müssen Anwender indes bei der Datentransferrate machen: Hier gibt HP einen Maximalwert von 40 (!) MByte/s an.

Wie bei Einsteigersystemen üblich, hat HP vor allem auf eine einfache Handhabung geachtet und wichtige Prozesse weitestgehend automatisiert.

Die Konfiguration erfolgt laut Hersteller in „drei intuitiven Schritten“, das tägliche Backup lässt sich dank der optional mitgelieferten Software Data Protector Express komplett automatisieren. Das HP D2D Backup System spielt aber auch mit anderen Backup-Programmen, etwa von Symantec, zusammen.

Günstige Lösung

Als vollwertigen Ersatz für eingespielte Backup-to-Tape-Lösungen sieht HP das neue System ausdrücklich nicht – eher als Zwischenlager für aktuell wichtige Geschäftsdaten, die momentan online verfügbar sein müssen und mit zunehmendem Alter auf nachgelagerte Speichersysteme weiterwandern.

Dabei punktet der weltgrößte Computerhersteller nicht nur mit der Einfachheit des Systems, sondern auch beim Preis: In der 750-GByte-Konfiguration ist das HP D2D Backup System in den USA bereits für umgerechnet 1600 Euro erhältlich; die 1-TByte-Variante kostet 800 Euro mehr.

Für ein Komplettsystem einschließlich Data Protector Express werden 3200 Euro fällig. Der Vertrieb soll hauptsächlich über den Fachhandel erfolgen.

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