Bordmittel reichen meist aus

Synchrone und asynchrone Datenreplizierung im Vergleich

22.01.2009 | Autor / Redakteur: Jerome M. Wendt / Nico Litzel

In den meisten Fällen ist es ausreichend, die im Speichersystem integrierte asynchrone Datenreplizierung zu nutzen.

Wenn bestimmte Applikationen nicht in Sekundenschnelle wiederhergestellt werden müssen, kann eine asynchrone Datenreplizierung entscheidende Vorteile gegenüber der synchronen bieten. Dabei sollten jedoch einige Punkte beachtet werden. Der nachfolgende Artikel vergleicht beide Verfahren.

Die asynchrone Datenreplizierung über Speichersysteme entwickelt sich zu einem neuen De-facto-Standard zur Wiederherstellung von geschäftskritischen Aplikationen. Da allerdings diese Variante der Replizierung identische Geräte auf beiden Seiten voraussetzt, sind Anwender langfristig an einen bestimmten Hersteller gebunden.

Auf der anderen Seite bietet die asynchrone Datenreplizierung entscheidende Vorteile gegenüber dem synchronen Verfahren, da weniger Breitband-Netzwerkverbindungen benötigt werden und eine Datenübertragung auch über weite Entfernungen hinweg möglich ist. Darüber hinaus ist es weitaus günstiger, die im Speichersystem integrierten Funktionen zu nutzen, als zusätzliche Produkte zur kontinuierlichen Datensicherung anzuschaffen und einzusetzen.

Die asynchrone Replizierung übernimmt fünf Aufgaben:

  • Unterbrechungsfreie Betriebsabläufe,
  • Verteilung und Weiterleitung von Daten,
  • Datenmigration,
  • Lastverteilung sowie
  • Test und Entwicklung.

Speichersysteme im High-End-Bereich, wie etwa die Symmetrix-DMX-Serie von EMC, die Tagmastore Universal Storage Platform (USP) von Hitachi Data Systems (HDS) oder die System Storage DS8000 von IBM bieten mehrere Möglichkeiten, Daten asynchron zu replizieren. Beispielsweise verfügt die System Storage DS8000 von IBM über drei verschiedene Optionen zur asynchronen Datenreplizierung: Global Copy, Global Mirror sowie z/OS Global Mirror.

Mit diesen Modi lassen sich verschiedene Anforderungen zur Wiederherstellung der Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt (Recovery Point Objective, RPO) oder zu einer schnellstmöglichen Datenwiederherstellung (Recovery Time Objective, RTO) realisieren. Zwar unterstützt jede Option eine Replizierung über beliebige Distanzen, jedoch ist die Zielsetzung unterschiedlich. Global Copy wurde für Applikationen entwickelt, die eine RPO-Anforderung von Stunden haben, während Global Mirror RTO-Anforderungen im Sekunden- oder Minutenbereich erfüllen kann. z/OS Global Mirror entspricht der Global Mirror Option in IBM-System-z-Umgebungen.

Weiter mit: Das Primärsystem koordiniert Volumesets

Wichtige Kriterien bei der Wahl von asynchroner Replizierungssoftware

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