Datenretten ist nicht schwer, wenn´s nur kein Netzwerklaufwerk wär´
Als gebranntes Kind hatte ich auch entsprechende Datenrettungssoftware schnell zur Hand. Nur: Datenretten auf einem Netzlaufwerk? Das übersteigt die Fähigkeiten der frei erhältlichen Programme und auch Google konnte nicht wirklich weiterhelfen.
Auch professionelle Programme bzw. deren kostenlose Testversionen versagten ihren Dienst bei der Wiederherstellung meiner Daten. Also blieb nichts anderes übrig, als die Platten aus den Gehäusen der Netzlaufwerke aus- und ins PC-Gehäuse einzubauen.
Dann stand ich vor dem zweiten Problem: Weder die Festplatte aus der Q-Disc, noch die der W-Platte wurden vom Windows-Betriebssystem XP ordnungsgemäß erkannt. Ein Zugriff war so nicht möglich.
Selbst mit auf die Filesysteme spezialisierten Programmen bekam ich unter XP keinen Zugriff. Auch Knoppix, also eine Linux-Live-CD, half nicht weiter: Beim Einbinden der Platten bekam ich stets Fehlermeldungen: „Mounten aufgrund des Filesystems Ext3 nicht möglich“. So langsam war ich mit meinem Latein am Ende. Die IT-Abteilung meiner Firma bot daraufhin Hilfe an.
Linux-Spezialisten unter sich
Auf deren Linux-Rechnern sollte der Zugriff möglich sein. Mit Photorec, einem speziellen Datenrettungstool, gelang den Kollegen tatsächlich ein Recovery, wenn auch mit Einschränkungen. Weder die Ordnerstruktur, noch die Dateinamen ließen sich wiederherstellen.
Das Ergebnis war ein Wust aus unterschiedlich großen Bildern, darunter Albencover aus iTunes und temporäre Internet-Dateien, Preview-Versionen der Fotos und tatsächlich einige hundert Originalfotos – von ca. 20.000. Ein Tropfen auf den heißen Stein.
Mittlerweile hatte ich mich durch diverse Foren gekämpft und war im Nutzerforum des Herstellers der Q-Disk auf einen vielversprechenden Tipp gestoßen: „Steck die Platte wieder ins Gehäuse und logge dich über Telnet ein. Eventuell hat das System den Freigabe-Ordner nur zerwürfelt und du findest deine Fotos in einem Ordner, der unter der Verwaltungsoberfläche oder Windows nicht auftaucht.“
weiter mit: Inkompatible Partitionserkennung verursacht GAU
Redakteur: Rainer Graefen
posted am 16.09.2009 um 16:10 von Unregistriert
posted am 02.09.2009 um 12:25 von Unregistriert
posted am 02.09.2009 um 10:59 von Unregistriert
posted am 01.09.2009 um 09:32 von Storm
posted am 31.08.2009 um 21:10 von Unregistriert
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