Für ein Windows Azure auch in mobilen Rechenzentren

Microsoft und HP erweitern Virtualisierungs-Abkommen

16.07.2010 | Redakteur: Harry Jacob

Microsoft und HP wollen gemeinsam die Verbreitung von Azure vorantreiben.

Die beiden IT-Branchenriesen Microsoft und HP planen, eine gemeinsame Plattform zum einfachen Betrieb von Windows Azure anzubieten. Sowohl konventionelle Rechenzentren als auch Performance-Optimized Datacenters (PODs) haben die beiden Partner im Blick.

Vor einem halben Jahr verabredeten Microsoft und HP, in die Entwicklung von Cloud-Computing-Lösungen gemeinsam 250 Millionen US-Dollar zu investieren.

Anlässlich der weltweiten Microsoft-Partnerkonferenz WPC 2010 gaben die beiden Konzerne nun bekannt, das Abkommen noch zu erweitern, um bis Ende 2010 gezielt eine Komplettlösung für den Einsatz von Windows Azure zu entwickeln. In erster Linie zielen die beiden Kooperationspartner damit auf die Bedürfnisse von Großkunden ab. Das Angebot soll Hardware, Software, Services und Outsourcing-Dienste umfassen und so den Wechsel auf die Azure-Plattform vereinfachen. Während von Microsoft in erster Linie die Software sowie Implementierungsleistungen bei der Entwicklung erwartet werden, will HP einen breiten Beitrag leisten:

  • Hosting-Dienstleistungen: HP Enterprise Services betreibt die Windows-Azure-Plattform für Kunden. Bis Ende des Jahres wollen Microsoft und HP eine eingeschränkte Produktivplattform für den Einsatz in HP-Rechenzentren bereitstellen.
  • HP Converged Infrastructure für Windows Azure: Die Infrastruktur der neuen Anwendungsplattform besteht aus Netzwerk-Lösungen auf Basis von HP Networking sowie HPs ProLiant-Servern, das Ganze basierend auf dem Architekturkonzept HP Converged Infrastructure. Damit soll sich die Azure-Plattform sowohl in konventionellen als auch in mobilen Rechenzentren (HP Performance-Optimized Datacenters, PODs) betreiben lassen. Die HP PODs sind vollständige Rechenzentren in standardisierten Fracht-Containern. Sie ermöglichen es Kunden, IT-Kapazitäten schnell und flexibel zu erweitern, ohne dafür extra neue Räume mieten oder bauen zu müssen.
  • Rund-um-Services: HP hilft Unternehmen dabei, ihre Windows-Anwendungen zu modernisieren, zu migrieren oder zu integrieren. Kosten und Geschwindigkeit bei der Einführung von Windows Azure seien dadurch optimal zu priorisieren, teilte HP mit.

Bei der im Januar angekündigten Kooperation standen ausdrücklich Lösungen für mittelständische Kunden im Fokus. Wie davon nicht nur Kunden, sondern auch Partner profitieren können, erläutert Rüdiger Spies, Independent Vice President Enterprise Applications beim Marktforschungsunternehmen IDC, in seiner Analyse „HP und Microsoft kooperieren für optimale Cloud-Infrastruktur “.

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