Interview mit Brian Pawlowski, NetApp

2012 steht im Zeichen der Virtualisierung

19.12.11 | Autor / Redakteur: Rainer Graefen (Übersetzung Nico Litzel) / Nico Litzel

Brian Pawlowski, Senior Vice President und Chief Technology Officer von NetApp
Brian Pawlowski, Senior Vice President und Chief Technology Officer von NetApp

SearchStorage.de sprach mit Brian Pawlowski, Senior Vice President und Chief Technology Officer von NetApp, über die Themen Virtualisierung, objektbasierende Speicherung, Flash und Tape.

SearchStorage.de: Welche technische Entwicklung wird 2012 zum Trendsetter für Storage?

Pawloski:Storage wird meiner Ansicht nach 2012 von noch größeren Aktivitäten seitens der Anwender im Bereich der Virtualisierung geprägt sein – und durch verbesserte Virtualisierungsmöglichkeiten. Viele Kunden haben ihre Rechenzentren bereits virtualisiert und sehen ihre Anwendungen nun verstärkt aus einer Service-Perspektive. Nun werden sie nach Wegen suchen, wie sie dieses Servicemodell ihren Unternehmen und ihrer IT-Infrastruktur zur Verfügung stellen können und wie sie noch mehr Virtualisierungsfunktionen einsetzen können, um Anwendungen bereitzustellen und neue Anwendungsszenarien noch schneller umzusetzen. Das Ziel ist, noch wettbewerbsfähiger zu sein, um schneller auf neue Gelegenheiten reagieren zu können.

Ich gehe davon aus, dass man maßgeblich über Virtualisierung sprechen wird. Microsoft stößt schnell in diesem Markt vor. Das wird die Sichtweise der Leute verändern, die eine Welt gewohnt waren, in der Virtualisierung und VMware gleichbedeutend waren. Im kommenden Jahr werden wir Microsofts Einfluss auf diesen Markt spüren. Das wird die Leute zum Nachdenken anregen, wie ihre Infrastruktur in einer mehrfach virtualisierten Welt arbeiten werden wird. Aus Sicht von NetApp gesprochen, betrachten wird unseren Storage, und hier besonders unsere Unified-Architektur, als Tool für eine flexible Lösung für Shared-Infrastrukturen. Ganz gleich, welche Virtualisierungslösung man einsetzt. Das hat einen Mehrwert bei der Bereitstellung von Applikationen in einer Welt, in der es Hyper-V, VMware und Citrix gibt. Unsere Speicherlösungen unterstützen alle diese Umgebungen.

Stichpunkt Self-virtualized I/O, SVIO: Welche Bedeutung hat die Virtualisierung von I/Os für virtuelle Maschinen?

Pawlowski:Bei der Virtualisierung von I/Os gibt es zwei Punkte zu beachten. Wenn man mit Kunden spricht, dann ist das deren vorrangigstes Problem. Der wichtigste Punkt bei der ganzen Diskussion sind die Anwendungen und deren Daten. Ich glaube nicht, dass die Leute auf virtualisierte Umgebungen setzen, nur weil sie die Technik so mögen. Sie virtualisieren ihre Umgebungen, weil sie dadurch sowohl kosteneffizienter ihre Anwendungen und ihre Daten verwalten können – was ihre Hauptaufgabe ist – und sie zudem die Business Intelligence verbessern können. Dadurch können sie flexibler sein und neue Anwendungen schneller bereitstellen. Virtualisierung kann so zu Wettbewerbsvorteilen führen, nicht wahr? Bei der I/O-Virtualisierung ist ein wichtiger Aspekt, dass die Speicherlösung die Anforderungen und die Möglichkeiten der Anwendungsvirtualisierung erfüllen kann. Anwendungsvirtualisierung verfolgt die Ziele, Anwendungen schnell bereitzustellen und Kontrollmöglichkeiten für eine VDI-Infrastruktur einzurichten.

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