Optimierung der virtuellen Infrastrukturen unternehmenskritischer Applikationen

Für virtuelle Maschinen sind Server und Storage wie Hund und Katz

23.06.2010 | Autor / Redakteur: Jan-Ulrich Maue und Len Rosenthal, Virtual Instruments / Rainer Graefen

Darauf sollten Sie achten

Eine umfangreiche VIO-Lösung muss über einige wichtige Eigenschaften verfügen:

  • Unabhängigkeit: Es besteht keine Tendenz oder Ausrichtung zu einem bestimmten Hersteller innerhalb jeder einzelnen Virtualisierungsschicht (Server, Storage, Desktop, etc.) und bleibt neutral bei der Problemdiagnose.
  • Mächtigkeit: Bietet detaillierte Messwerte und eine Vielzahl von Detaillierungsgraden, um sich an unterschiedlichste Kundenanforderungen anzupassen; verfügt über ein intelligentes Management von Echtzeit-Daten, über Metadaten-Optimierung und historisches Reporting.
  • Umfang: Unterstützt sämtliche Virtualisierungsdomänen (Server, SAN, Storage) und produziert integrierte, korrelierte und zusammengefasste Ergebnisse, die die Performanceabhängigkeiten schnell erkennen lassen; lässt sich mit bestehenden System Monitoring und Management Werkzeugen integrieren.
  • Beeinflussung: Arbeitet „out-of-band“, unterbrechungsfrei und ohne Einfluss auf die Produktion, bietet verschiedene Einsatzstufen, sodass die Kunden schrittweise zusätzliche Datenquellen anschließen können - ein „Pay as you grow“ Modell.
  • Benutzerfreundlichkeit: Präsentiert belastbare Informationen in Form eines einfach zu benutzenden und anpassbaren Dashboards, das von einem einheitlichen Datenspeicher versorgt wird. Unterstützt damit die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung.
  • Skalierbarkeit: Unterstützt die Umgebungen von sehr großen Unternehmen mit mehreren zehntausend Servern, SAN-Ports und mehreren Petabytes Storage.

Das Optimierungspotenzial steckt nicht nur im Server, sondern mehr noch im Storage-Zugriff

Virtual Infrastructure Optimization ist eine sich kontinuierlich entwickelnde Lösungskategorie, die auch einige Eigenschaften von ähnlichen und artverwandten Kategorien enthält.

So gibt es einen klaren Bestandteil vom „Capacity Planning“ innerhalb der VIO-Lösungen, da sie sich ideal dafür eignen, im Vorfeld eines Applikations-Rollouts eine Basislinie für die Performanceanforderungen zu entwickeln.

Während jedoch reine Capacity Planning Tools nur eine Virtualisierungsschicht adressieren, stellen sich VIO Lösungen bereichsübergreifend auf.

VIO umfasst ebenfalls Bestandteile des „Application Service Management“ (ASM) oder „Performance Management“ (APM), die sich auf die Optimierung aus Endanwendersicht bzw. aus der Sicht von Transaktionen fokussieren. Allerdings stützen sich ASM Lösungen typischerweise auf die Analyse von IP Netzwerkpaketen.

Nur zwei Anbieter beherrschen das Thema

Während der Markt für Optimierungswerkzeuge noch in den Kinderschuhen steckt, haben einige wenige Anbieter bereits damit begonnen, Lösungen umzusetzen, die große Mehrwerte für die Betriebsteams von virtuellen Infrastrukturen versprechen: zwei neuere VIO-Lösungen - VirtualWisdom von Virtual Instruments und BalancePoint von Akorri.

Beide Firmen konzentrieren sich auf das wichtige Zusammenspiel von Servern und Storage. Für IT-Organisationen ist es entscheidend, Lösungen zu evaluieren, die eine komplette Sicht auf die Performance und Auslastung in ihrer virtuellen Infrastruktur durchgängig bieten. Nur damit wird sich eine breite Nutzung von Virtualisierungstechnologien auch für Unternehmenskritische Applikationen durchsetzen.

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