22.07.2010 | Autor / Redakteur: Dave Raffo / Nico Litzel
SONAS unterstützt ab sofort auch SAS-Laufwerke mit 600 Gigabyte Kapazität (bisher nur 450 Gigabyte) und eine asynchrone Replizierung zwischen zwei Systemen über eine beliebige Distanz hinweg für ein Disaster Recovery.
Mike Kahn, Analyst bei The Clipper Group, bewertet es positiv, dass IBM die Systeme ineinander integriert, anstatt sie bloß als isolierte Plattformen anzubieten. „IBM verfügt über eine enorme Produktvielfalt, aber es gibt Beschwerden, dass das Unternehmen nicht ausreichend für eine Verknüpfung der Produkte untereinander sorge“, erklärt Kahn. „Von daher ist dieser Schritt aus meiner Sicht positiv zu bewerten. Ich denke, dieser Schritt richtet sich an die XIV-Bestandskunden und nicht, um XIV hinter SONAS anzubieten.“
Mit SONAS hat IBM nun zweit NAS-Plattformen im Portfolio: IBM verkauft auch NetApps FAS-Storage-Systeme unter der Marke IBM-N-Series. Johns von IBM zufolge sei die N-Series die Plattform des Unternehmens für Mainstream-NAS, während sich SONAS an Kunden richtet, „die über große Datenmengen verfügen. Ganz klar, High-Performance Computing gehört zu diesen Märkten. Wir sehen das als Ergänzung zu unserer N-Series. In Umgebungen mit mehreren N-Series-Systemen wir die Verwaltung mühsam, hier würde das gut passen.“
Kahn von The Clipper Group zufolge gibt es eine klare Abgrenzung zwischen den beiden Produkten. „SONAS ist eine groß angelegte Lösung. Wenn Sie’s gerne etwas kleiner hätten, dann reicht IBMs Version des NetApp-Produkts aus.“
Die ProtecTier Deduplication Appliance Express TS7610 ist IBMs erste Midrange-VTL seit der Übernahme von Diligent Technologies im Jahre 2008.
IBM habe, so Johns, für die größere Enterprise-Plattform ProtecTier TS7650 insgesamt 800 Lizenzen verkauft. Die jetzt vorgestellte TS7610 ist im Vergleich kleiner (bis zu 4,5 Petabyte nutzbare Kapazität auf drei Höheneinheiten) und günstiger (US-Preise beginnen bei 50.000 US-Dollar, umgerechnet rund 39.000 Euro). IBM bietet die TS7610, in der SAS-Disks verbaut sind, in Paketen mit Servern, Adaptern und Speicher an. Beide VTL-Modelle sind mit VTL-Interfaces ausgestattet, IBM spielt aber laut Johns mit dem Gedanken, auch Versionen mit Ethernet-Anbindung anzubieten.
Die kleineren Systeme erzielen laut Johns einen kontinuierlichen Datendurchsatz von 80 Megabyte pro Sekunde. Zudem können bis zu 12 TS7610-Systeme ihre Daten auf eine zentrale TS7650 replizieren.
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