29.04.2010 | Autor / Redakteur: Beth Pariseau / Nico Litzel

Speicherhersteller Compellent bietet unter der Bezeichnung zNAS eine Multiprotokolloption für sein Storage Center SAN an. zNAS erweitert dieses um einen Dateizugriff auf das Fibre-Channel- und iSCSI-Array, ohne dass dafür mehrere Provisioning-Schritte notwendig sind.
Bisher hat Compellent einen Dateizugriff auf die Storage-Center-SAN-Systeme über ein auf Microsofts Windows Storage Server basierendes Gateway ermöglicht. Dieses wurde getrennt vom Backend-SAN verwaltet und erforderte mehrere Provisioning-Schritte, sowohl auf dem Gateway-Server als auch auf dem Backend-Disk-Array, um die NAS-Volumes einzurichten.
Das neue Gerät, das auf dem Zettabyte File System (ZFS) von Sun Microsystems basiert, unterstützt einen Aktiv-aktiv-Failover und Multipathing zwischen zwei zNAS-Knoten. Dabei kann der zentrale SAN-/NAS-Speicherpool Herstellerangeben zufolge unterbrechungsfrei erweitert werden.
zNAS arbeitet ebenfalls mit den Data-Management-Funktionen der Storage-Center-SAN-Systeme zusammen – wie etwa dem automatisierten Tiered Storage, Thin Provisioning und Booten vom SAN. zNAS unterstützt Windows-, Unix-, Linux- und Solaris-Clients. An Anschlussmöglichkeiten stellt zNAS Gigabit-Ethernet vorne und 8-Gbit/s-FC auf der Rückseite zur Verfügung. 10-Gigabit-Ethernet wird derzeit noch nicht unterstützt, soll aber später folgen.
Der zNAS-File-Server wird in das Storage-Center-SAN-Chassis eingebaut. Anwender können dann, so Bob Fine, Leiter Produktmarketing bei Compellent, in einem Schritt und über eine einzige Schnittstelle die NAS-Laufwerke einrichten und verwalten. „Das ist tiefer integriert als das Windows-Gateway – und wir haben ebenfalls die Hardware auf die aktuellen Nehalem-Prozessoren umgestellt“, erläutert Fine.
Zwar ist der zNAS-Server im gleichen Rack untergebracht, in dem sich die Laufwerkseinschübe und die Controller-Module des Storage Center SAN befinden, dennoch bleiben es zwei separate physische Maschinen.
Mitbewerber, die ebenfalls einen kombinierten SAN-/NAS-Zugriff anbieten, könnten sich nun fragen, ob das wirklich der wahren Definition von Multiprotokoll-Storage entspricht, allerdings, so Fine, „wollen die Anwender ein einheitliches Interface – das ist es, was sie als konsolidiert wahrnehmen.“
Compellents Kunde Kevin Fitzpatrick, IT-Leiter bei einem Bauunternehmen, ist mit dieser Definition von Multiprotokoll-Storage einverstanden. Fitzpatrick hat sich bereits vor eineinhalb Jahren das Windows-Gateway von Compellent näher angesehen, es jedoch nicht gekauft, da es diesem an der Fähigkeit zur einheitlichen Verwaltung fehlte. „Ich habe darüber mit ihnen sehr ausführlich gesprochen“, sagt Fitzpatrick. „Ein zweiter Server war aber nicht der Ansatz, den ich verfolgen wollte – es gab damals keine gute Methode für ein Failover oder für ein Clustering des NAS-Gerätes.“
Obwohl das ZFS ursprünglich von Sun entwickelt wurde (mittlerweile von Oracle übernommen), wird Compellent sowohl den Support für zNAS als auch für die Storage Center SAN übernehmen. Unified Storage von Compellent soll in Europa ab 62.800 Euro erhältlich sein (ohne Steuern, Wartung und Service).
Dieses Paket besteht aus zwei Clustered-zNAS-Knoten und zwei Clustered-SAN-Controllern, 8,7 Terabyte Speicherkapazität (SAS) sowie Lizenzen für automatisiertes Tiered-Storage, Thin Provisioning, Snapshots, Replizierung sowie Speicherressourcen-Management. Für Bestandskunden von Compellent, die zusätzliche zNAS-Konten erwerben möchten, gelten gesonderte Konditionen. Details hierzu nennt der Hersteller auf Anfrage unter der Telefonnummer 0211/54 03 96 06.
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