Laufwerke in Thin-Provisioning-Laufwerke umwandeln und Speicherplatz freigeben

Tools von 3PAR lösen Probleme bei der schlanken Speicherzuweisung

13.10.2009 | Autor / Redakteur: Dave Raffo, SearchStorage.com / Nico Litzel

3PAR hat mit „Thin Conversion” ein Tool vorgestellt, das klassische Laufwerke in Thin-Volumes konvertiert, wenn diese auf ein Inserv-Array des Herstellers veschoben werden.

Thin-Provisioning-Pioneer 3PAR hat auf der Storage Networking World Fall 2009 in Phoenix, Arizona, mit 3PAR Thin Conversion, 3PAR Thin Persistence und 3PAR Thin Copy Reclamation drei Werkzeuge vorgestellt, die typische Probleme lösen, die im Zusammenhang mit Thin Provisioning auftreten.

Hersteller 3PAR setzt bereits seit sieben Jahren Thin Provisioning in seinen Speicher-Arrays ein, allerdings haben größere Storage-Anbieter wie EMC, Hitachi Data Systems, IBM und NetApp zwischenzeitlich nachgezogen und bieten ebenfalls eine schlanke Speicherzuweisung in ihren Geräten an. 3PAR versucht nun, diesen Herstellern mit drei Anwendungen einen Schritt vorauszubleiben. Diese Tools profitieren vom zusammen mit Symantec im vergangenen Jahr entwickelten Gen3-ASIC und lösen typische Probleme, die im Zusammenhang mit der schlanken Speicherzuweisung auftreten können.

Thin Provisioning soll die Kapazitätsauslastung optimieren, indem Speicherplatz erst dann zugewiesen wird, wenn er tatsächlich gebraucht wird. Die neuen Anwendungen von 3PAR wurden entwickelt, um klassische Laufwerke in schlanke zu konvertieren und um Thin-Laufwerke auch über einen längeren Zeitraum hinweg schlank zu halten.

Thin Provisioning funktioniert mit neu aufgesetzten Laufwerken. Wenn bestehende klassische Laufwerke auf ein Thin-Provisioning-System verschoben werden, so werden alle Blöcke auf diesem Laufwerk neu geschrieben, wodurch die Vorteile des Thin Provisioning verloren gehen. Und wenn Daten auf den Thin-Laufwerken gelöscht oder überschrieben werden, so werden sie nicht immer vollständig gelöscht. Auch hier gehen viele Vorteile des Thin Provisioning verloren.

Thin Conversion wandelt klassische Laufwerke um

Die Anwendung 3PAR Thin Conversion wandelt ursprünglich „fette“ Laufwerke in schlanke um, wenn diese auf ein Inserv-Array der T- oder der F-Klasse verschoben werden. Laut 3PAR kann Thin Conversion 60 Prozent der bestehenden Kapazität auf einem durchschnittlichen Speichersystem freigeben. Zielgruppe für diese Anwendung sind Unternehmen, die ihre in die Jahre gekommenen Speichersysteme durch 3PAR-Speicher ablösen möchten.

Craig Nunes, Vizepräsident Marketing bei 3PAR, erklärte, dass eine Konvertierung von Fat- in Thin-Laufwerke ohne den Gen3-ASIC „Tage oder gar Wochen in Anspruch nehmen würde und wahrscheinlich von anderen Laufwerken auf dem Array unterbrochen wird.“ Der ASIC identifiziert freie Kapazitäten auf den Fat-Laufwerken, wenn diese auf 3PAR-Arrays migriert werden und die Software stellt diese Blöcke dem freien Speicherpool wieder zur Verfügung.

3PAR Thin Persistence hält Thin-Laufwerke auch nach längeren Zeiträumen schlank, indem verhindert wird, dass die Laufwerke im Laufe der Zeit mehr Kapazität verwenden, wenn Anwendungsdaten auf sie geschrieben werden. 3PAR zufolge kann Thin Persistence helfen, zwischen 60 und 70 Prozent der Kapazität auf diesen Laufwerken einzusparen.

Ungenutzte Speicherkapazität wieder freigeben

Mit 3PAR Thin Copy Reclamation kann man ungenutzten Speicherplatz von Virtual Copy Snapshots und Remote Copy Volumes auf den Inserv-Arrays zurückgewinnen. 3PAR Thin Reclamation for Veritas Storage Foundation stellt Kapazität in Symantec-Dateisystemen wieder her, die mit 3PAR-Arrays verbunden sind.

Thin Conversion, Thin Persistence und Thin Reclamation for Veritas Storage Foundation sind eigenständige Produkte, für die gesondert Lizenzen erworben werden müssen. Die Lizenzgebühren starten bei etwa 700 US-Dollar (rund 474 Euro) für alle drei Produkte pro Array. Thin Copy Reclamation hingegen ist Bestandteil von Version 2.3.1 des Inform-Betriebssystems.

Jeff Boles, leitender Analyst bei der Taneja Group erwartet, dass 3PAR und weitere Anbieter daran arbeiten werden, Thin Provisioning weiter zu verbessern: „Im Großen und Ganzen steckt Thin Provisioning noch in den Kinderschuhen. Jeder bietet das zwischenzeitlich an, aber das ist nur der Anfang und stellt noch keine praktische Thin-Technik dar, mit der man sein Business verwalten und schlank halten kann. Genau das peilt 3PAR an“, so Boles und ergänzt: „Speicherplatz wieder freigeben und Inhalte löschen, nachdem sie freigegeben wurden, stellen den zweiten Schritt dar. Aber das ist noch immer out-of-band. In einem dritten Schritt wird Thin Provisioning dynamischer werden, denn dann wird es interaktiv sein und in-band ablaufen.“

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Aber all diese Software benötigt man nur wenn man auf 3par setzt. Auf einem NetApp System kann...  lesen
posted am 10.06.2011 um 09:31 von Unregistriert


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