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Viele Gründe für Vista, einige Vorbehalte und der erste SP-Kandidat

04.01.2008 | Redakteur: Ulrike Ostler

Microsoft ordnet die Updates und Patches für SP1 drei Hauptbereichen zu: Zuverlässigkeit und Leistungsverbesserungen, Erleicherungen bei der Administration und Unterstützung für Drittanbieterprodukte.

Die Veröffentlichung des Service-Pack 1 für Windows Vista hat sich von Winter 2007 auf irgendwann dieses Frühjahr verschoben. Release Candidate 1 gibt es seit Dezember. Dabei sollte das Update-Paket den Vista-Absatz ankurbeln. Denn die Kunden bevorzugen offenbar nach wie vor Windows XP. Dabei scheint es von Anfang an viele gute Gründe für das neue Microsoft-Betriebssystem zu geben.

Das Service Pack 1 von Windows Vista soll mehr Leistung, neue Funktionen und bessere Zusammenarbeit mit Dritt- insbesondere Security-Anbietern bieten. Das SP1 RC ist in 36 Sprachen verfügbar und etwa 550 Megabyte groß, jedoch noch nicht für den produktiven Einsatz gedacht.

Es sind fast 500 Patches des Betriebssystems sowie einige Funktionen des Windows Server 2008 enthalten. Um das Service-Paket zu installieren, müssen zuerst bereits installierte SP1 Beta-Versionen entfernt werden. Die Prozedur ist mit der RC-Variante zu wiederholen, bevor die finale Version aufgespielt wird. Eine deutschsprachige Beschreibung steht übrigens noch aus.

Das Update-Paket wird keine neuen Funktionen enthalten, jedoch einige Erweiterungen für bestehende Komponenten. Nutzeroberfläche und Anwendungskompatibilität werden praktisch nicht verändert.

Ankündigungen

Neben bereits erschienenen Aktualisierungen bringt SP1 nach Aussagen von Microsoft Verbesserungen in drei Kategorien: Mehr Qualität durch bessere Performance, größere Sicherheit und Zuverlässigkeit etwa im Zusammenhang mit aktuellen Grafikkarten, beim Zusammenspiel mit externen Displays an einem Notebook, in bestimmten Netzwerk-Konfigurationen und auf Systemen, die von Windows XP auf Vista aktualisiert wurden, Vereinfachung für Administratoren inklusive der Festplattenverschlüsselung Bitlocker, die etwa eine Kombination aus Schlüsseln von TPM und auf einem USB-Stick gespeicherten Werten sowie einer PIN nutzen kann und Unterstützung neuer Hardware, beispielsweise durch erweiterbare Firmeware-Schnittstellen (EFI) und erweiterte Datei-Allokations-Tabellen (ex FAT).

Software-Hersteller sollen einen gesicherten Weg erhalten, um mit dem Windows Security Center zu kommunizieren. Neue APIs sollen anderen Software-Herstellern Wege eröffnen, um Schadsoftware zu erkennen. Dies soll auch auf den Vista-Kernel der x64-Version möglich werden.

Auch die Sicherheit beim Fernzugriff über das Remote Desktop Protocol (RDP) sei verbessert und die Liste der Zufallszahlengeneratoren wird um ‚Elliptical Curve Cryptography‘ (ECC) erweitert worden.

Mehr Leistung

Eine Leistungssteigerung sei zum Beispiel beim Kopieren von Dateien zu erwarten oder wenn zu einer Windows-Domäne gehörende Vista-Systeme außerhalb dieser verwendet werden. Auch der „Internet Explorer 7“soll schneller werden. Zudem stellt Microsoft eine längere Laufzeit von Notebook-Akkus ins Aussicht.

Das Anmelden an einem Vista-System werde zügiger und eine mitunter zehnsekündige Pause zwischen Strg-Alt-Entf und dem Erscheinen des Login-Dialogs gehöre bald der Vergangenheit an. Das Durchsuchen von Netzwerk-Laufwerken soll weniger Bandbreite fressen und flotter vonstatten gehen.

Doch auch ohne die Updates sei das Betriebssystem ein Erfolg, so Microsoft.

Mehr als 60 Millionen Mal sei schon verkauft worden, alleine im ersten Monat nach Marktstart etwa doppelt so häufig als Windows XP. Weltweit haben 450 Unternehmenskunden an der Entwicklung von Windows Vista mitgearbeitet, davon 200 in Europa und über 30 in Deutschland. Laut IDC wird Windows Vista bis Ende dieses Jahres auf 100 Millionen PCs weltweit installiert sein.

Vista bleibt somit Thema. Hier finden sich Argumente zum Mitdiskutieren.

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