11.09.2008 | Redakteur: Sarah Maier
Auch die Prognose von IDC für Westeuropa ist auf den ersten Blick optimistisch. Die Analysten sagen für den westeuropäischen IT-Service-Markt für die kommenden fünf Jahre ein Wachstum von 4,8 Prozent voraus. Im Jahr 2012 wird dieser somit 249 Milliarden US-Dollar erreichen. Grund hierfür ist die steigende Nachfrage nach Outsourcing, um Kosten innerhalb der Unternehmen einzusparen. Gewinner sind hierbei indische Outsourcing-Dienstleister, die zwar bisher nur einen kleinen Anteil am Gesamtmarkt ausmachen, jedoch weiter wachsen werden.
Schon im vierten Quartal 2008 werde sich laut IDC die allgemeine Wirtschaftskrise auch im IT-Service-Markt bemerkbar machen. Mit einer Erholung des Marktes rechnen die Analysten im zweiten Halbjahr 2010. Diese Abwärtsbewegung werden ganz besonders Großbritannien, Irland und Spanien zu spüren bekommen. Verantwortlich hierfür sind der Zusammenbruch des Immobilienmarktes und sinkende Bruttoinlandsprodukte.
Betroffen sind vor allem Beratungsunternehmen. Große Projekte, die schon bereits laufen, werden langsamer angegangen und in kleinere Projekte unterteilt. Kleinere und mittlere Unternehmen werden in den kommenden Jahren zudem eher zurückhaltend bei den Investitionen in die IT bleiben.
Dennoch, so das Fazit von IDC, wird der IT-Service-Markt relativ stabil bleiben, da er im Gegensatz zur Dot-Com-Zeit auf einer soliden Geschäftsgrundlage steht.
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