21.12.2009 | Autor / Redakteur: Jacob Gsoedl/Nico Litzel / Nico Litzel

Der Director, der zentrale Enterprise Fibre Channel Switch, war lange das Herz des Speichernetzes. Mit der direkten Abwicklung des Ethernet-Verkehrs durch Directoren, die auch das FCoE-Protokoll verstehen, wird bald eine alte Vision von EMC Wirklichkeit: das Storage-zentrische Rechenzentrum. Doch nur noch die beiden Infrastruktur-Hersteller Brocade und Cisco sind in der Lage, das hochperformante Equipment zu liefern.
Das Fibre-Channel-Protokoll hat sich in den vergangenen Jahren nicht sonderlich weiterentwickelt. Die begrenzten Wachstumsmöglichkeiten führten zu einer dramatischen Konsolidierung auf letztlich zwei Anbieter: Brocade und Cisco. Beide Hersteller liefern sich mit ihren jeweiligen Spitzenprodukten – Brocade mit dem DCX Backbone und Cisco mit der MDS-9500-Multilayer-Director-Serie – einen erbitterten Kampf um Kunden, die eine hohe FC-Performance in Kombination mit Hochverfügbarkeit brauchen.
Mit einer vierfachen Chassis-Bandbreite, einer guten Energieeffizienz und zahlreichen weiteren Verbesserungen könnte man Brocades DCX Backbone als „grünen gedopten Brocade 48000 Director“ bezeichnen. Zu den Verbesserungen des DCX-Backbone-Switches zählen sogenannte Inter-Chassis-Links (ICL), die es erlauben, zwei DCX-Backbone-Switches über eine 512-Gbit/s-Leitung hintereinander zu schalten – wodurch sich die Portanzahl verdoppelt – ferner ein integriertes Fibre Channel Routing, eine Fabric-basierende Verschlüsselung und eine Trennung von Control-Prozessor und Core Switching Blades.
Im Gegensatz zum 48000-Director und der MDS-9500-Serie von Cisco unterstützt der DCX Backbone iSCSI nicht ab Werk, sondern ist auf externe iSCSI Gateways zur Anbindung an IP-Speichernetze angewiesen.
Brocade bietet den Director in zwei modularen Formfaktoren an, zum einen als DCX Backbone mit 14 Höheneinheiten für Großunternehmen, der mit vier vertikalen Blade-Schächten ausgestattet ist, die bis zu 384 FC-Ports für Brocade-SFPs (Small Form-Factor Pluggables) mit vier oder acht Gigabit pro Sekunde bereitstellen. Und zum anderen die Backbone-Version DCX-4S für mittelgroße Netzwerke, die acht Höheneinheiten im Rack belegt, mit vier horizontalen Blade-Einschüben und bis zu 192 FC-Ports.
Jedes Chassis stellt zwei zusätzliche Einschübe für redundante Control Processor Blades und zwei weitere Slots für redundante Core Switching Blades bereit, die den Traffic zwischen den Switches leiten.
Gegen den DCX Backbone positioniert Cisco drei MDS-9500-Modelle: Den MDS 9513, der 512 Acht-Gigabit-FC-Ports unterstützt und über insgesamt neun Slots für Netzwerkkarten und zwei weitere Einschübe für redundante Supervisor-Module verfügt. Für kleinere Netzwerke und Edge Devices bietet Cisco das Modell MDS 9509 mit neun und den MDS 9506 mit sechs Slots an.
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Anmerkungen von Heiko Schrader, Brocade
1. „Der Brocade DCX Backbone basiert auf einer...
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