IT-Outsourcing soll Unternehmen aus der Krise helfen

Mit ausgelagerten Services und Prozessen die Liquidität erhöhen

27.01.2009 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Bei „Plattform as a Service“ setzen Outsourcing-Dienstleister verstärkt auf Selbstbedienungsmodelle.

Die aktuelle Wirtschaftkrise treibt Unternehmen zum Outscourcing, sagt IT-Dienstleister Unisys. Der Branchenverband Bitkom bestätigt das und prognostiziert wachsende Umsätze: In diesem Jahr sollen mit den ausgelagerten Aufgaben deutschlandweit über 14 Milliarden Euro umgesetzt werden. Unternehmen sollen durch freies Kapital und höhere Produktivität profitieren.

Die mit Outsourcing erzielten Umsätze sollen im aktuellen Jahr erneut kräftig zulegen, prognostiziert Bitkom und nennt ein Plus von 7,2 Prozent. Die Wirtschaftskrise sei dem Markt dabei zuträglich, findet Martin Jetter, Präsidiumsmitglied des Verbandes: „IT und Outsourcing sind Mittel, um aus der Krise zügig wieder herauszukommen.“

Werden Prozesse ausgelagert, könnten sich Unternehmen beispielsweise auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und zugleich die Produktivität steigern. Outsourcing-Anbieter sollen Unternehmen zudem beim Liquiditätsmanagement helfen. Monatliche Raten könnten etwa in der Anfangsphase niedrig gehalten werden und erst später steigen.

Ins gleiche Horn stößt auch Larry Guevel, Vice President Strategic Business Planning, Global Outsourcing- and Infrastructure Services bei Unisys. Das IT-Outsourcing binde langfristig kein Kapital und schlage ausschließlich mit Betriebskosten zu Buche.

Zudem prognostiziert Guevel neue Dienstangebote. Der Trend zur „Plattform as a Service“ führe zu Selbstbedienungsmodellen. Bei diesen werden Endanwender IT-Services per Web-Browser abrufen können. Web- und Cloud-Computing-Plattformen sollen dabei genug Flexibilität für veränderte Geschäftsanforderungen bieten.

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