19.04.2011 | Autor / Redakteur: Jacob Gsoedl / Nico Litzel

Hybrid Cloud Storage vereint die Vorteile von lokalen Speichersystemen und externen Cloud Storage Services. Beobachtet man die rasante Entwicklung bei der Servervirtualisierung, so ist Cloud Computing nur der nächste evolutionäre Schritt in Richtung Utility Computing, ein Modell, bei dem Rechenressourcen wie Strom konsumiert und nach Verbrauch abgerechnet werden.
Cloud Storage hat mit dem Simple Storage Service (S3) von Amazon einen Blitzstart hingelegt, weitere Anbieter haben rasch nachgezogen. Die Vorteile von Cloud Storage werden jedoch von Sicherheitsbedenken und Leistungsschwächen überschattet und erschweren so einen Einsatz im Unternehmensumfeld. So kämpft Cloud Storage immer noch darum, ein ernstzunehmendes Konkurrenzmodell zur lokalen Speicherung im Rechenzentrum zu werden, obwohl Early Adopters Startups, Entwicklerteams und verbraucherorientierte Datendienste auf ihrer Seite hatten. Doch die IT-Branche ist von Natur aus konservativ und hält Cloud Storage für zu riskant.
Diese Einschätzung ist allerdings gerade im Begriff, sich zu wandeln: Cloud Storage wird dabei nicht anders wahrgenommen, vielmehr gibt es immer mehr Cloud-Storage-Serviceangebote und -Lösungen, die es erlauben, die interne Datenspeicherung mit externen Cloud-Storage-Diensten sicher auszubauen. Von einer wahren Angebotsschwemme über ein gestiegenes Interesse von Unternehmenskunden bis hin zu Prognosen von Marktanalysten und einer umfangreicher Berichterstattung in der Presse: Alles deutet darauf hin, dass Cloud Computing einen Wendepunkt erreicht hat und schon bald in immer mehr Unternehmen zum Einsatz kommen wird.
Wenn eine neue Technik einen solchen Wirbel verursacht wie derzeit das Cloud Computing, dann lassen sich die Hersteller nur allzu gerne dazu hinreißen, einfach ihren bereits auf dem Markt befindlichen Produkten das Siegel „Cloud-Produkt“ aufzudrücken. Dabei kann man SAN- und NAS-Speicher nicht pauschal einfach als Cloud Storage bezeichnen, nur weil sie Shared Storage bieten. „SAN-Speicher entsprechen nicht im geringsten der Definition von Cloud Storage, wonach dynamischer, flexibler und elastischer Speicher bedarfsgerecht bereitgestellt wird. Vom Zoning über die Bereitstellung bis hin zu den World Wide Names: SANs sind einfach zu statisch“, erklärt Terri McClure, Senior Analyst der Enterprise Strategy Group (ESG). Das treffe besonders auf herkömmliche vertikal skalierende SAN- und NAS-Angebote zu.
Blockbasierende Scale-out-Speichersysteme, wie etwa der InServ Storage Server von 3PAR mit Self-Tuning- und Load-Balancing-Funktionen, können hingegen die Last dynamisch über das SAN verteilen. Scale-out-NAS-Produkte gehen da sogar noch einen Schritt weiter, aber selbst diese sind nicht für große Public Storage Clouds geeignet.
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