08.02.2010 | Autor / Redakteur: Beth Pariseau, SearchStorage.com / Nico Litzel
Overland Storage kämpft ums Überleben und wartet mit einem neuen Management-Team und einem nicht ganz so neuen Geschäftsmodell auf. Dieses fußt stärker auf Festplattenspeichersystemen als auf Tape Libraries und soll das Unternehmen auf dem Markt für Enterprise Storage wieder konkurrenzfähig machen.
CEO Eric Kelly behält seinen Posten, den er im Januar 2009 von Vern LoForti übernommen hatte. Zur neuen Vizepräsidentin (VP) Worldwide Sales und Marketing wurde Jillian Mansolf berufen. Mansolf war früher für Snap Appliance, Dell, Maxtor und Data Robotics tätig. Chris Gopal wechselt von Dell zu Overland, wo er nun die Aufgabe des Vizepräsidents Operations übernimmt.
Ravi Pendekanti, zuvor bei Hewlett-Packard und Sun Microsystems, ist jetzt VP Business Development und Solutions. Das Overland-Team halte Kelly zufolge noch immer nach einem neuen VP Engineering und nach einem neuen Technikvorstand Ausschau. Lediglich der Leiter des Finanzwesens, Kurt L. Kalbfleisch, ist jetzt noch vom einstigen Overland-Team übrig. Darüber hinaus habe laut Mansolf Overland Storage in den vergangenen sechs Monaten rund 80 Prozent des weltweiten Sales- und Marketing-Teams ausgetauscht.
Die Produktstrategie von Overland Storage ist nicht ganz so neu wie das Management-Team. Bereits seit Jahren sprechen leitende Angestellte des Unternehmens davon, einen Wechsel
von einem rein Backup-zentrierten Anbieter hin zu einem Anbieter mit durchgehender Storage-Linie zu vollziehen. Overland kam diesem Ziel mit der Übernahme des Snap-NAS-Geschäfts von Adaptec 2008 einen Schritt näher. Kelly war bereits 2004 CEO von Snap Appliance, als das Unternehmen von Adaptec übernommen wurde. Gleichzeitig saß er im Overland-Vorstand und empfahl dem Unternehmen, den Snap-Geschäftsbereich zu kaufen.
Overland führt zusammen mit Snap die Tape Libraries der NEO-Reihe fort, allerdings werden Mansolf zufolge die Virtual Tape Libraries (VTL) der REO-Linie noch immer evaluiert. Die REO-Linie hatte mit der Übernahme des OEM-Partners Diligent Technologies durch IBM im Jahr 2008 ihre Deduplizierungsfunktion eingebüßt.
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