Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 5

19.03.2010 | Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

Ankündigung DS5020 – das Ende der DS4000-Ära

Mitte 2009 galt es, einen Nachfolger für die DS4700 zu finden. Zum Ankündigungstermin 25.08.2009 wurde dann schließlich die DS5020 vorgestellt. Die DS5020 verfügt, ebenso wie ihr Vorgänger DS4700, über die Ausbaufähigkeit bis zu 112 Disks, die über mehrere 4-Gbit-Kanäle angeschlossen werden. Als Disktypen stehen Standard-Fibre-Channel-, FDE-Fibre-Channel- und SATA-Platten zur Auswahl. Alle Plattentypen können nebeneinander in derselben Expansionseinheit betrieben werden.

Um den Anforderungen vor allem von virtualisierten Umgebungen Rechnung zu tragen, wurde bei der Controller-Entwicklung ein besonderes Augenmerk auf eine ausgewogene Leistung gelegt. Auf der einen Seite steht eine hervorragende Performance bei Transaktionen, die einen maximalen Ausbau sinnvoll erscheinen lässt, und auf der anderen Seite liefert das System sehr beeindruckende Durchsatzergebnisse. Beide Werte wurden in entsprechenden SPC-1- und SPC-2-Tests dokumentiert. Der mit Flash Memory abgesicherte Datencache ist bis auf vier Gigabyte erweiterbar.

Eine weitere Besonderheit ist die Möglichkeit, im Frontend, also im Anschluss der Server verschiedene Protokolle zu nutzen. Hier stehen 4/8-Gbit-Fibre-Channel und auch 1-Gbit-iSCSI zur Verfügung. Beide Protokolle können parallel auf einem Controller betrieben werden und ermöglichen ein entsprechendes „SAN Tiering“.

Wie alle Mitglieder der DS4000/DS5000-Familie unterstützt die DS5020 eine Vielzahl von Zusatzfunktionen wie:

  • Storage-Partitionen
  • FlashCopy
  • VolumeCopy
  • RemoteVolume Mirroring.
  • Disk Encrypton etc.

Daten aus bestehenden DS4000-Systemen können direkt auf neue DS5000-Systeme, z. B. durch Remote Volume Mirroring oder in manchen Konstellationen auch durch physische Migration der Festplattengruppen übernommen werden. Nach der Ankündigung der DS5020 wird die DS4700 bis Ende 2009 verfügbar bleiben. Danach wird das Kapitel der DS4000-Storagesysteme geschlossen.

Um eine für den Betrieb so wichtige Integration der Applikationen und deren Betriebssystemplattformen zu gewährleisten, begleiteten beide Ankündigungen (DS5000 und DS5020) eine Vielzahl von Lösungsangeboten.

Hier seien exemplarisch genannt:

  • Integration in VMware vCenter über ein Plug-in
  • Unterstützung von VSS/VDS
  • SMI-S-Integration
  • Oracle Enterprise Manager Plug-in
  • Lösungsangebot für Deduplikation-Lösungen (ProtecTier)
  • TSM FlashCopy Manager
  • Backup-Integration, z. B. mit FastBack
  • Integration in das System Storage Productivity Center (SSPC)

Für die gesamte Systemfamilie steht auch eine vollständige Integration in die IBM Virtualisierungslösung SVC (SAN Volume Controller) zur Verfügung.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem IBM-System-Storage-Kompendium. Hier finden Sie das vollständige Kompendium in Form eines Whitepapers.

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