30.03.2011 | Autor / Redakteur: Stephen Bigelow, Lauren Horwitz, Ariane Rüdiger / Ulrike Ostler

Die Auswahl an Servern mit einer Höheneinheit ist schier uferlos. Denn dieser Server-Typ bildet die Grundlage der Unternehmens-IT. Er bietet reichlich Rechenleistung in kleinen, kosteneffizienten und Rack-montierbaren Gehäusen. Doch welche Unterscheidungskriterien gibt es bei den diversen Herstellern – System-immanent (Teil 1 des Artikels) und optional?
Jeder Server verbraucht Strom, das von einem zur gelieferten Spannung und sonstigen Charakteristiken der regionalen Stromversorgung passenden Standard-Wechselstromkabel geliefert wird. Obwohl das Vorhandensein von Strom sehr selbstverständlich erscheint, ist es besonders wichtig, zu überlegen, ob eine ausfallsichere Stromversorgung nötig ist.
Super Micros Modell 1026T-6RTF+ (siehe: Tabellen ) bietet redundante, im laufenden Betrieb auswechselbare 700-Watt-Stromversorgungsmodule. Jedes besitzt eigene Wechselstromeingänge auf der Rückseite des Gehäuses. Andere Server wie Proliant DL 360 G7 von HP haben nur eine einzige 460-Watt-Stromversorgung.
Optional kann entweder eine zweite, redundante Stromversorgung eingebaut oder es können stärkere Stromversorgungen mit 750 Watt oder 1200 Watt gewählt werden. Hat ein Server mehrere Prozessoren, viel RAM, wird Software oft über ein internes Laufwerk installiert. Besitzt der Server viele Erweiterungsmöglichkeiten, ist es sinnvoll, das Gerät auch mit einer leistungsfähigeren Stromversorgung auszurüsten.
Redundanz bietet mehrere potentielle Vorteile. Zunächst läuft der Server weiter, wenn eine der beiden Stromversorgungen ausfällt. Zusätzlich kann der Server durch zwei getrennte Wechselstromquellen versorgt werden, so dass auch ein Ausfall diese Stromlieferanten kompensiert wird.
Weiter verbreitet ist, dass ein Server durch zwei voneinander unabhängige unterbrechungsfreie Stromversorgungen (Uninterruptable Power Supply, UPS) versorgt wird. Kostenbewusste Organisationen bevorzugen manchmal, eine der Stromversorgungen direkt ans Netz anzuschließen und nur die zweite durch eine UPS abzupuffern. Dann braucht man keine zweite, unabhängige Stromquelle und keine zweite UPS.
Die Zahl der Optionen für Netzwerkverbindungen steigt. LAN-Ports gehören zu den wichtigsten Ausrüstungsmerkmalen moderner Server.
Deshalb muss man bei der Auswahl des Servers besonders darauf achten, dass die gewählten Verbindungstypen dem individuellen Bedarf entsprechen. Ein einfacher Standard-Server kann zum Beispiel nur einen Gigabit-Ethernet-Port besitzen, aber besser ausgerüstete Systeme haben oft mehrere dieser Schnittstellen.
Wenn ein Server bei der Virtualisierung als Host für mehrere virtuelle Maschinen dienen soll, sind mehrere Schnittstellen ein Muss. Braucht man Hochleistungsverbindungen, beispielsweise für Server, die mit Streaming Media arbeiten oder Intensivnutzer versorgen, sollte man eventuell 1U-Server mit einem oder zwei 10-GBit/s-Ethernet-Ports erwägen. Der SuperMicro 1026T-6RFT+ beispielsweise hat zwei Schnittstellen für Gigabit-Ethernet und zwei für 10-Gigabit-Ethernet. (siehe: Tabellen )
»1 »2 »3 »4 »5 nächste Seite
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2050606)