VMworld Europe 2009 in Cannes: VMware setzt auf Cloud und virtualisierte Clients

VMware fasst mit vSphere bekannte Produkte in neuem Framework zusammen

25.02.2009 | Autor / Redakteur: Ulrich Roderer / Florian Karlstetter

Aktuelle Branchen- und Produktnews direkt von der VMworld Europe 2009 in Cannes.

Trotz schwieriger ökonomischer Zeiten konnte VMware rund 4.700 Teilnehmer auf die derzeit stattfindende VMworld Europe in Cannes locken. In seiner Keynote kündigte Paul Maritz, President und CEO von VMware im Wesentlichen drei neue Initiativen an.

VMware hat nach eigenen Aussagen eine Penetration von 95 bis 100 Prozent der großen Unternehmen. Bleibt die Frage: welche neuen Märkte wird VMware noch erschließen können?

Paul Maritz, President & CEO von VMware gab darauf eine Antwort: Er betonte in seiner Eröffnungsrede, dass bisher zuviel des IT-Budgets in Maintenance fließt und zu wenig in die Differenzierung, um neue Geschäftsfelder aufbauen zu können. Virtualisierung ist seiner Meinung nach das Heilmittel, um neue Stufen der Effizienz, Kontrolle und Freiheit in der IT-Organisation zu erreichen.

Drei neue Initiativen

Maritz stellte in seiner Keynote drei Initiativen vor, auf die sich VMware dieses Jahr konzentrieren wird: vCloud, vClient und vSphere. Das im letzten Jahr angekündigte Virtual Datacenter OS (VDC-OS) ist dabei zentraler Bestandteil von vSphere, der mittlerweile vierten Generation der Virtual Infrastructure. Das Framework wird es erlauben, Module einzuklinken, die Komponenten und Ressourcen mit Services versorgt. „Der Grundgedanke sind industrialisierte standardisierte Komponenten, die über Software skalierbar werden“, sagt Maritz und spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Art „Software Mainframe“.

vSphere wird aus zwei Ebenen bestehen: Aggregation sowie Services & Policy. Während unter „Aggregation“ die Bereiche vCompute zur optimierten Ausnutzung der Hardware, vStorage zum Management aller Speicherressourcen und der Replikation von Virtual Appliances sowie vNetwork zur Verwaltung des gesamten Netzwerks vereint sind, widmet sich die zweite Ebene primär den Bereichen Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und der Einhaltung von Service Levels.

„Wir haben sehr viel investiert, um die Performance aller Komponenten zu verbessern und haben jetzt echte Ausfallsicherheit“, so Maritz. Dazu hat VMware ein OEM-Agreement mit Never Fail geschlossen. Das vor allem in den USA und UK operierende Unternehmen hat schon seit einem Jahr eine Ausfallsicherheitslösung für VMwares Infrastructure. Diese wird jetzt unter dem Namen vCenter Server Heartbeat Teil von vCenter.

Wie Maritz betont ist Virtualisierung ideal, Anwendungen zu kapseln, so dass sie als Paket frei von der Infrastruktur überall eingesetzt werden können. Dies wird in der zweiten Ebene von vSphere – „Services & Policy“ – eingesetzt. VMware wird Compliance und Sicherheit bereitstellen sowie darauf aufbauend Service Level Management. “SLA-Management ist unser Ziel für die neueste Stufe von Applikationsmodellen, die skalierbar für neue Frameworks geschrieben werden”, sagt Maritz.

Die Service Policies sollen nach Maritz in der vCenter Suite gebündelt werden und aus mehreren Komponenten bestehen: Verfügbarkeit mit Clustering sowie Security: “Wir können sehr granular jede Instruktion verfolgen und das für Sicherheitslösungen nutzen“, so Maritz.

Zuletzt gehört auch Skalierbarkeit und das dynamische Zuweisen von Ressourcen zu dem Bereich. „Darauf aufbauend wollen wir schrittweise ein SLA-Management-Modell einführen.“ Neben Billing sieht Maritz beispielsweise auch ein Self Service Portal für Rechenzentren als Möglichkeit, mit der Anwender Dienste selber aufrufen und administrieren können.

Die private Cloud

Cloud ist für Maritz eine Architektur, um interne und externe Ressourcen in einem Service-Provider-Modell zu vereinen. Private Clouds kombinieren dabei interne und externe Clouds.

Bisher fehlen aber gerade dazu die nötigen Regularien. „Wir arbeiten an Standards, um Clouds auf der Basis von offenen Standards zu ermöglichen. Denn Anwender verlangen eine einheitliche Managementplattform für interne und externe Clouds”, sagt der CEO.

Doch obwohl Maritz mehrfach die Zusamenarbeit mit anderen Anbietern anführte, blieb er doch unspezifisch über die zu erreichenden Ziele. Vor allem die enorme Komplexität einer sicheren Cloud ist seiner Meinung nach momentan nur über firmenspezifische Technologien zu managen. Eine Standardisierung wird sich daher eher auf Basistechnologien konzentrieren.

vCenter ist ebenso Teil des Cloud-Konzepts und soll für das Management der Cloud sorgen. Hierzu gehören die Bereiche Provisioning, Configuration, Capacity, Availability und Performance. Zudem wurde mit „vCloud API“ eine spezielle Programmierschnittstelle angekündigt.

vClient

Gemeinsam mit Intel hat VMware darüber hinaus die Client Virtualization Platform (CVP) angekündigt. Dabei wird Intel auf der Basis der vPro-Architektur einen Client-Hypervisor implementieren. vPro Management kann verwendet werden, um die Isolierung der virtuellen Maschine sicherzustellen. Durch Out of Band-Technologie bietet vPro VMware die Möglichkeit, Clients zu kontaktieren und sie zu reparieren, auch wenn sie offline sind.

Mit CVP geht VMware einen Schritt weiter, um Engeräte schnell bereitzustellen, die dem Anwender immer seine gewohnte Umgebung zur Verfügung stellen. Dabei sollen jetzt auch die Bandbreitenprobleme gelöst sein: durch inkrementelle Updates der Clients mit den benötigten Softwarekomponenten.

SearchDataCenter vor Ort

Ingo Höhnke, zuständig für Campaign Management & Product Marketing bei Techtarget.de steht am Stand von SearchDataCenter auf der VMworld für Fragen und Antworten zur Verfügung.
Ingo Höhnke, zuständig für Campaign Management & Product Marketing bei Techtarget.de steht am Stand von SearchDataCenter auf der VMworld für Fragen und Antworten zur Verfügung.

Auch SearchDataCenter ist als Medienpartner auf der VMworld Europe vor Ort. Gerne können Sie uns am Stand in der Solution Expo im Untergeschoss des Palais des Festivals in Cannes besuchen. Dort liegt auch die aktuelle Ausgabe des Kompendiums zur Virtualisierung zur kostenlosen Mitnahme für Sie bereit.

Außerdem kann man sich direkt am Stand kostenlos bei SearchDataCenter registrieren. Damit sichern Sie sich nicht nur die kostenlose Zusendung unserer Kompendienreihe, sondern profitieren auch von vielen weiteren Vorteilen, darunter tagesaktuelle Newsletter, exklusiver Zugriff auf Whitepaper und Webcasts und vieles mehr.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)



Spamschutz 

Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2019674)