03.09.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Es gibt nicht nur Cisco, wenn es um Netzwerke in Rechenzentren geht. Im Gegenteil: Die Strategie des „Unified Computing“ lässt Platz für Anbieter, die sich auf Ethernet Switches für Rechenzentren konzentrieren. Dazu gehört Force 10. Doch Gartner hat auch Brocade und Avaya/Nortel auf dem Schirm, wenn es um Lossless Ethernet und Virtual-Machine-Netzwerke geht. Um die drei geht es im vierten und letzten Teil der Serie.
Die Gartner-Analysten Naresh Singh und Severine Real halten Force 10 in ihrer Studie „Competitive Landscape Datacenter Ethernet Switches 2010“ für sehr stark auf Den Rechenzentrumsmarkt konzentriert. Im vergangenen Jahr verdiente das Unternehmen in diesem Umfeld rund 64 Millionen Dollar. Damit kommt der Hersteller auf einen Marktanteil von 3,3 Prozent.
Die Produkte aus dem Haus Force 10 seien so konzipiert, dass sie für das High End der Unternehmen der so genannten „New Economy“ taugen. Sie sollen die Virtualisierung genauso unterstützen wie die Automatisierung von Ethernet-Netzen.
Force 10 liefert schon fast eine Dekade lang Switches für Rechenzentren. Das erste Produkt der „EtherScale“-Familie kam 2002 auf den Markt. Diese setzt auf Standards und bietet Funktionen – vom ToR bis zum Core.
Zu den Stärken, die die Gartner-Analysten bei Force 10 finden gehört, dass das Unternehmen sich bei den Tier-1-Rechenzentren, den Portal-, Hosting- und Web-2.0-Anbietern einen guten Ruf erworben hat. Das hat andererseits zur Folge, dass der Switch-Hersteller im Vergleich zur Konkurrenz in diesem Markt klein geblieben und in anderen Branchen kaum vertreten ist.
Allerdings könnte eine weitere Stärke dazu führen, dass der Name bekannter wird. Laut Gartner kann sich Force 10 durch ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis vom Wettbewerb abheben. Die Gesamtkosten, Total Cost of Ownership, für eine dichte und hochleistungsfähige Architektur, bestückt mit Energiespar-Features fallen gering aus.
Die Strategie und die Vision von Force 10 in Richtung Virtualisierung und Automatisierungs-Frameworks stoßen bei den Studien-Autoren ebenfalls auf ein positives Echo. Gut kommt auch an, dass sich Force 10 in verschiedenen Standardisierungs-Gremien engagiert, speziell im Bereich 40 und 100 Gigabit Ethernet.
Zu den Pluspunkten zählt Gartner schließlich die Geschäftsbeziehungen, die Force 10 mit VMware in Sachen Virtualisierung, F5/Afore Solutions und Citrix im Bereich WAN-Optimierung und Application Acceleration unterhält, sowie im Storage-Umfeld mit Blue Arc, Greenplum und auf der Server-Seite mit Dell, IBM und Sun.
Besser könnten die Force-10-Beziehungen zu den wichtigen Systemintegratoren sein, die Rechenzentrumslösungen bauen und entwerfen.
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