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NetApp erweitert Optionen für FCoE und Data Center Bridging

19.03.2010 | Redakteur: Nico Litzel

Laut Gartner bringen konvergente Netzwerke keine Kostenvorteile

Dem Marktforschungsinstitut Gartner zufolge seien die Behauptungen falsch, wonach man für ein einzelnes konvergiertes Netzwerk weniger Switches und Ports brauche, dieses einfacher zu verwalten sei und man weniger Strom und Kühlung benötige. Im Gegenteil: Untersuchungen von Gartner hätten ergeben, dass man unterm Strich mit zwei gut strukturierten einzelnen Netzwerken besser fahre.

„Die Industrie ist von den Verheißungen eines konvergierten Data Center Network begeistert, diesmal im Data Center Core“, erklärt Joe Skorupa, Research Vice President bei Gartner. „Diese jüngsten Entwicklungen, die alternativ Fibre Channel over Ethernet (FCoE), Data Center Ethernet (DCE) oder präziser Data Center Bridging (DCB) genannt werden, sollen nun dort Erfolg haben, wo bereits InfiniBand bei der Zusammenlegung von Computing, Netzwerken und Speichernetzwerken gescheitert ist.”

Skorupa weiter: „Das Versprechen, wonach man für ein einziges konvergiertes Netzwerk weniger Switches und Ports benötige, hält einer näheren Überprüfung nicht stand. Das liegt daran, dass Netzwerke wachsen und die Kapazität eines einzigen Switches übersteigen; Ports müssen reserviert werden, um Switche miteinander zu verbinden. In großen vermaschten Netzwerken machen die Switches nichts anderes, als sich untereinander zu verbinden. Das hat zur Folge, dass man in einem einzelnen konvergierten Netzwerk tatsächlich mehr Ports braucht als in einem getrennten LAN und SAN. Da man mehr Equipment braucht, ist es darüber hinaus unwahrscheinlich, dass sich die Wartungs- und Supportkosten reduzieren.“

Management- und Designprobleme

Bei Thema konvergierte Netzwerke müssten laut Gartner neben den finanziellen Aspekten auch signifikante Management- und Designprobleme berücksichtigt werden: „Wenn zwei Netzwerke innerhalb einer einzigen Infrastruktur laufen, erhöht das signifikant die Komplexität. Es wird sehr schwierig, Engpässe (Hot Spots) zu vermeiden, da der Traffic sich Ports, Line Cards und Inter-Switch Links teilt.“ Künftig werden Skorupa zufolge kommende Standards wie Transparent Interconnection of Lots of Links (TRILL) Anwender dabei unterstützen, Hot Spots zu vermeiden, damit sei aber erst in zwei bis drei Jahren zu rechnen.

Ebenfalls werde es schwieriger, Probleme in konvergierten Netzwerken zu beheben, da das Zusammenspiel von LAN- und SAN-Traffic die Ermittlung des Grundproblems erschwere. Zudem werde es bei geplanten Downtimes komplexer und somit wahrscheinlicher teurer, ein passendes Fenster für beide Umgebungen zu finden, etwa im Zuge von Wartungsarbeiten oder wenn ein Problem behoben werden muss.

„Allerdings heißt das nicht, dass sich Unternehmen nicht mit den Vorteilen einer vereinheitlichten Netzwerktechnik auseinandersetzen sollten, auch wenn das Versprechen vielleicht nicht eingehalten wird, dass eine einheitliche Struktur zum Einsatz von weniger Switches und Ports und so zu einem einfach verwaltbaren Netzwerk führt, für das man weniger Strom und Kühlung braucht“, gibt Skorupa zu bedenken.

Denn Skorupa zufolge biete die Standardisierung des Netzwerks in Rechenzentren einen klaren Vorteil, wenn diese Technik die Bedürfnisse der Applikationen ausreichend berücksichtigt. So könnten sich die Anschaffung und auch Schulungsmaßnahmen vereinfachen lassen und auch die Zusammenarbeit des IT-Teams werde gefördert.

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