Logical Unit Numbers im Überblick, Teil 2

LUN-Skalierung und -Performance

19.01.12 | Autor / Redakteur: SearchStorage.com (Übersetzung: Nico Litzel) / Nico Litzel

Im zweiten Teil geht es um die Skalierung und die Peformance von Logical Unit Numbers (LUNs). Zudem werfen wir einen Blick auf die Werkzeuge, mit denen sich LUNs verwalten lassen.
Im zweiten Teil geht es um die Skalierung und die Peformance von Logical Unit Numbers (LUNs). Zudem werfen wir einen Blick auf die Werkzeuge, mit denen sich LUNs verwalten lassen.

Da LUNs auf Festplatten basieren, können deren Leistung und Zuverlässigkeit aus den gleichen Gründen wie bei Disks variieren.

Eine LUN, der beispielsweise eine Fibre-Channel-Festplatte mit 15.000 Umdrehungen pro Minute zugrunde liegt, wird eine weitaus bessere Leistung bieten als eine LUN gleicher Größe, die auf einer SATA-Disk mit nur 7.200 Umdrehungen pro Minute basiert. Das gilt auch für LUNs, die auf RAID-Arrays basieren, bei denen die Spiegelung einer RAID-0-Gruppe eine deutlich bessere Leistung bietet als der Paritäts-Schutz einer RAID-5- oder RAID-6-/Dual-Parity-Gruppe. Die richtige Konfiguration der RAID-Gruppe wird sich tief greifend auf die LUN-Performance auswirken.

Ein Unternehmen kann Hunderte oder sogar Tausende von LUNs verwenden, sodass die Wahl der Speicher-Ressourcen weitreichende Auswirkungen auf einen Speicheradmin haben kann. Es ist nicht nur notwendig, eine Anwendung mit ausreichend Kapazität (in Gigabyte) zu beliefern, sondern die LUN muss auch von einer Festplatte mit geeigneten Eigenschaften stammen.

„Wir durchlaufen einen Qualifizierungsprozess, um die Anforderungen der Anwendung im Hinblick auf die Performance, die Verfügbarkeit und die Kosten zu verstehen, die diese LUN verwenden wird“, sagt Mack. Beispielsweise wird man eine LUN, die für eine geschäftskritische Datenbankanwendung vorgesehen ist, von einer RAID-0-Gruppe nehmen, die Tier-1-Storage verwendet. Für eine LUN, die hingegen für eine VTL- oder eine Archivanwendung gedacht ist, dürfte dagegen eine RAID-6-Gruppe auseichend sein, die aus Tier-2- und Tier-3-Speicher besteht.

Verwaltungswerkzeuge für LUNs

Da ein Highend-Array weit über 10.000 LUNs bereitstellen kann, sind Software-Tools unerlässlich, will man effizient LUNs erstellen, verändern und Berichte anfertigen. Solche Management Tools sind leicht verfügbar: Fast jeder Speicherhersteller bietet für seine Produkte, von Direct-Attached-Storage-Geräten (DAS) bis hin zu Enterprise-Arrays, eine Art von Management-Software zusammen mit den Geräten an.

Administratoren entscheiden sich für gewöhnlich für herstellerspezifische oder herstellerübergreifende Tools. Ein Rechenzentrum, in dem nur ein Speicher-Array steht oder in dem nur Produkte eines einzelnen Herstellers zum Einsatz kommen, dürfte gut mit einem LUN-Management-Produkt zurechtkommen, das vom Hersteller mitgeliefert wird. Unternehmen, die die Produkte von mehreren Herstellern einsetzen, sollten dagegen herstellerübergreifende Produkte in Betracht ziehen, die ein LUN-Management über alle Plattformen hinweg erlauben. Mack verwendet für das LUN Mapping und Zoning das Controlcenter von EMC, eines von vielen verfügbaren herstellerübergreifenden Produkten am Markt.

LUN-Diskriminierung

Bei der Auswahl eines Multiplattform-Tools rät Mack zur Vorsicht: „Wenn das Tool von einem bestimmten Anwender geschrieben wurde, dann kann es manchmal sein, dass dieses ,deren' LUNs am besten verwaltet“, erklärt Mack. „LUNs von anderen Herstellern geraten dann ins Hintertreffen – die Verwaltung könnte nicht so gut integriert sein.“

Ein LUN-Management-Tool sollte den ganzen Storage-Provisioning-Prozess unterstützen. Zum Funktionsumfang sollten ein Mapping zu bestimmten Array-Ports, das Maskieren von spezifischen Host-Bus-Adaptern und ein umfangreiches Berichtswesen gehören. Das LUN-Management-Werkzeug sollte darüber hinaus in der Lage sein, Speicherplatz, der nicht mehr benötigt wird, wieder zurückzugewinnen.

Auch wenn einige Produkte ebenfalls ein autonomes Provisioning bieten, so haben doch viele Administratoren Vorbehalte gegenüber dieser Art von Automatisierung. „Kapazitätsplanung lässt sich nur schwer bewerkstelligen, wenn man keine Kontrolle über die Speicherbereitstellung hat“, gibt Mack zu bedenken und weist darauf hin, dass diese Automatisierung auch die strengen Change-Control-Prozesse in einem IT-Unternehmen umgehen kann.

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Das stimmt: Das S400-System ist bereits etwas älter, stammt noch aus der Zeit vor der Übernahme...  lesen
posted am 26.01.2012 um 14:04 von Nico

Folgende Aussage auf Seite 2 kann ich nicht nachvollziehen: "Beim Investmentunternehmen...  lesen
posted am 26.01.2012 um 13:59 von Unregistriert

Für Einsteiger im Storageumfeld ist dieser Artikel sicherlich sehr interessant und lehrreich. Eine...  lesen
posted am 24.01.2012 um 12:04 von Daniel.Hafendoerfer


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