10.12.2006 | Autor / Redakteur: Stephen J. Bigelow / Claudia Wissing
Ganz einfach ausgedrückt teilt ein Switch ein Netzwerk in mehrere Segmente auf. Das erleichtert die Kontrolle über den Datenverkehr, da dieser nur noch zu den Netzwerkknoten und Hosts weitergeleitet wird, für die er auch bestimmt ist.
Doch die Anforderungen in Netzwerken variieren stark, und die Switches haben sowohl an Größe als auch an Fähigkeiten gewonnen – oftmals bringen sie zusätzliche Komponenten für Speichervirtualisierung, erweiterte Sicherheitsfunktionen und anderes mehr mit.
Dieser Artikel zeigt, welche Geräteklassen es gibt, beschreibt einige verbreitete Produkte und gibt wichtige Hinweise für die Anschaffung und Implementierung von Switches.
Switches lassen sich normalerweise in vier Kategorien einteilen: Einzelgeräte (Edge) sowie stapelbare (auch: Rack-), Blade- und Director-Geräte. Edge-Switches werden meist in KMU eingesetzt oder übernehmen in Großunternehmen die Vernetzung relativ kleiner Netzwerke von Workgroups oder Abteilungen.
Ihre Merkmale sind niedrige Einführungskosten, einfaches Management und eine begrenzte Anzahl an Ports. Wollen Sie eine solche Konfiguration erweitern, reicht es in der Regel aus, weitere Edge-Switches hinzuzufügen, wobei die Skalierbarkeit durch die Latenzzeit der Inter-Switch-Links (ISLs) und den Verwaltungsaufwand begrenzt ist, den eine Vielzahl kleinerer Geräte bereitet.
Heutzutage nutzen viele Edge-Switches die Vorteile von Eigenschaften wie SAN-Segmentierung, Port-Kontrolle sowie weiteren Zusatz- und Komfortfunktionen. Die meisten Unternehmen beginnen wie oben beschrieben mit einem Einzelgerät und erweitern Schritt für Schritt – bis zu dem Punkt, an dem sie feststellen, dass „ein Director-Chassis mit mehr Ports einfacher und kosteneffektiver ist“, sagt Brian Garett, Analyst der Enterprise Strategy Group.
Stapelbare Switches (im Folgenden: Rack-Geräte) sind ebenfalls relativ preiswert, werden aber aufgrund ihrer gegenüber Edge-Geräten größeren Skalierbarkeit oft als Midrange-Modelle bezeichnet. Anwender starten auch hier mit einem Einzelgerät und erweitern ihr Netzwerk dann nach Bedarf. So lassen sich in der QLogic SANbox 5600 bis zu 16 Ports in Schritten von je 4 Ports mittels Software-Key freischalten.
Schnelle ISL-Ports erlauben den Anschluss weiterer Boxen mit minimaler Latenz. High-End-Funktionen und -Eigenschaften wie Hot Swapping (Austausch von Bauteilen im laufenden Betrieb), Hot Code Load (Firmware-Update im laufenden Betrieb) sowie andere Wartungsfunktionen fehlen jedoch oft.
„Ich glaube nicht, dass stapelbare Switches schon soweit sind – aber sie sind auf dem besten Weg dorthin“, sagt Garrett. „Verglichen mit Switches der Director-Kategorie fehlt ihnen zurzeit vor allem noch die Fehlertoleranz.“ Stapelbare Switches lassen sich zudem nicht im gleichen Maß skalieren wie Director-Modelle.
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