Network Booting via SAN, die optimale Betriebsart für Clients und Server

Shared Images – Betriebssystem-Bereitstellung über das LAN

18.11.2009 | Autor / Redakteur: Sven Wolf / Andreas Donner

Network Booting mit Double-Take Flex: gruppenspezifische oder individualisierte Boot-Images für jeden Client; Grafik: Double-Take Software

Je mehr Clients es in einem Netzwerk zu verwalten gilt, desto wichtiger wird die Standardisierung. Wer lokale Betriebssysteme durch zentralisierte ersetzt, erreicht mehr Betriebssicherheit bei niedrigeren Support-Kosten. Allerdings muss auch die Rechenleistung der angeschlossenen PCs sinnvoll genutzt werden.

Der Beruf des IT-Administrators kann zuweilen ein recht abwechslungsreicher sein. Schier unerschöpflich ist die Fantasie der Anwender, wenn es darum geht, ihre PC-Installation ein Stück „individueller“ zu machen. Trotz restriktiver Rechtevergabe gibt es auf so manchem Business-Rechner undokumentierte Installationen, trotz Firewall werden Viren per Web-Mail oder dem beim Support gefürchteten USB-Stick eingeschleppt. Und auch der Drucker, der der nicht druckt, scheint sogar in Zeiten professionellen IT-Managements ein schier unlösbares Problem zu sein. Denn nach der Ursache zu fahnden ist eine ausgesprochen zeitintensive Angelegenheit – und nicht gerade die Art von Abwechslung, die sich der Systemverwalter wünscht. Ebenfalls weniger wünschenswert ist die Fließbandarbeit beim Einrichten neuer Server oder Workstations.

Hinzu kommt, dass permanent Patches und Updates auf allen Rechnern installiert werden müssen. Das geschieht zwar in der Regel mit Software-Deployment-Programmen weitgehend automatisch – aber eben nur weitgehend. Es gibt immer einige Rechner, bei denen das Remote Update nicht funktioniert. Die Ursache hierfür muss schleunigst gefunden und beseitigt werden, sonst entwickeln sich die einzelnen Installationen auseinander – und jede Menge neuer „Abwechslung“ für den Support ist programmiert.

Disk-Images: identische Kopien zu Tausenden

Für den Gleichschritt im LAN sollen häufig Disk Images sorgen: Ein digitales Abbild einer getesteten Musterkonfiguration wird dabei über das Netzwerk auf alle Festplatten übertragen. So hat man zwar die Gewähr, dass auch wirklich überall dieselbe Installation besteht. Der Haken an der Sache ist aber die schiere Datenmenge: Obwohl meist nur wenige Änderungen vorgenommen wurden, muss jedes Mal ein kompletter Festplatten-Inhalt an alle Workstations übermittelt werden.

In Netzwerken mit Tausenden von Clients summiert sich der Übertragungsaufwand dann schnell zu einigen Tera Bytes – damit sind auch leistungsstarke LANs überfordert.

Lokale Betriebssystem-Installationen sind zudem genau das Gegenteil der überall angestrebten Daten-Deduplizierung: Tausende identischer Datenbestände verschwenden Massenspeicherplatz, obwohl eigentlich einer für alle ausreichen würde.

weiter mit: Remote Hosted Desktops: Mainframe-Reminiszenz

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