09.02.2010 | Autor / Redakteur: Dave Raffo, SearchStorage.com / Nico Litzel
iSCSI erfuhr 2008 einen großen Aufschwung. Damals hatte Dell den iSCSI-Anbieter Equallogic für 1,4 Milliarden US-Dollar gekauft und HP hatte den iSCSI-Spezialisten Lefthand Networks für 360 Millionen US-Dollar übernommen. Zwei große, etablierte Storage-Anbieter sicherten sich somit die beiden größten Standalone-iSCSI-Plattformen.
Servervirtualisierung ist ebenfalls für das Wachstum von iSCSI verantwortlich. Viele Vorteile, die virtuelle Server bieten, rühren daher, dass sie über das Netzwerk mit Speichern verbunden sind. Die Server ihrerseits verfügen bereits über eine Ethernet-Anbindung. Zudem hat das Aufkommen von sogenannten Multiprotokoll- oder Unified-Storage-Systemen zum Erfolg von iSCSI beigetragen, da diese Systeme sowohl iSCSI als auch Network Attached Storage unterstützen, also sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten in nur einer Box.
„Es hat sich weniger die Performance von iSCSI verbessert, vielmehr hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass sie bereits gut ist“, erklärt Andrew Reichmann, Chefanalyst bei der Forrester Group. „Die Käufer von Speicherlösungen sind konservativ, allerdings stehen inzwischen genug Referenzkunden zur Verfügung, auf die man verweisen kann.“
Wenn man mal einen Moment von den geringeren Switching-Kosten bei iSCSI im Vergleich zu Fibre Channel absieht, so hat iSCSI auch vom Erfolg einer VMware profitiert, die sich hinter die Technik gestellt hatte. Zudem hat IP SAN auch von Microsoft Unterstützung erhalten, indem das Unternehmen die Technik für SQL und Exchange vorangetrieben hatte.
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