CeBIT-Rundgang 2009 offenbart viele Lücken bei Storage-Anbietern

Scheinbare Kontinuität: Controller, Festplatte, SSD, Consumer-RAID, Backup und Archivsysteme dominieren die Messe

12.03.2009 | Autor / Redakteur: Bernhard Schoon / Nico Litzel

Weniger Aussteller, weniger Besucher, weniger Marktführer: Die CeBIT fiel dieses Jahr etwas bescheidener aus als im Vorjahr.

Dass die CeBIT deutlich schwächer ausfiel als im Vorjahr, hat sich herumgesprochen. Weniger Besucher kamen – und vermissten die führenden Anbieter vieler Marktsegmente. Speicherprodukte gab es jedoch genug – hier eine kleine Auswahl.

Wie lange gilt die CeBIT noch als IT-Leitmesse? Dass vor allem kleinere Hersteller aus Fernost fehlten, war vielleicht nicht weiter schlimm. Aber auch viele Marktführer blieben der Messe fern, darunter EMC, NetApp oder Cisco. Statt einer CeBIT-Teilnahme bevorzugen diese Unternehmen eigene Hausmessen oder bundesweite Roadshows. Doch irgendwie waren sie dennoch präsent: Wer mit dem Zug nach Hannover reiste, wurde am Hauptbahnhof von einer riesigen Werbetafel begrüßt, auf der Cisco zur eigenen Hausmesse im Juni einlud.

Gemischtes Vertriebsprogramm

Umstellen musste man sich auch bei der Planung seiner Route: Bis 2008 hatte die Storage-Branche überwiegend in Halle 1 ausgestellt, die jedoch inzwischen nicht mehr in Betrieb ist. Durch die Umverteilung der Aussteller musste man daher längere Wegstrecken auf sich nehmen – und einzelne Speicherprodukte auch an Ständen anderer Hersteller oder bei Distributoren suchen.

So präsentierte Starline den Network Storage Server von Falconstor zur Speicher-Virtualisierung im laufenden Betrieb. Die Lösung basiert auf der IPStor-Software und stellt den Hosts unabhängig vom Betriebssystem virtuelle Laufwerke über Fibre Channel oder iSCSI bereit. Das von Falconstor zertifizierte FC-to-SAS-RAID-System easyRAID Q16PS-F4R3 lässt sich über SAS-Expansion Ports mit bis zu drei JBODs erweitern.

Bei Secudos zeigte Azeti das neue Mail-Archivierungs-Appliance Azeti 7000 Mail Archive. Die Appliance benötigt im Rack zwei Höheneinheiten und kann mit zwei Xeon-Quad-Prozessoren von Intel und bis zu 16 Gigabyte RAM ausgestattet werden. Das Azeti 7000 Mail Archive arbeitet laut Hersteller mit jedem gängigen Mail-Server zusammen, ist also nicht auf Microsoft Exchange oder Lotus Notes festgelegt. Um alle gesetzlichen Auflagen zur E-Mail-Archivierung zu erfüllen, wird allerdings eine externe Storage-Lösung vorausgesetzt, etwa ein NAS. Die Appliance wird vom Azeti-Rechenzentrum per Live-Update auf dem aktuellsten Software-Stand gehalten.

Weiter mit: Silent Cubes von Fast LTA

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