01.08.2008 | Autor / Redakteur: Dave Raffo und Rainer Graefen / Rainer Graefen
Das SAS-Inferface (Serial-attached-SCSI) bekommt das erste Update seit 2005 spendiert. Die größte Änderung ist eine Verdoppelung der Bandbreite von drei auf sechs Gigabit pro Sekunde. Geplant sind aber auch andere Modifikationen, die SAS künftig besser für Speichernetzwerke geeignet machen und möglicherweise dazu beitragen, dass Fibre-Channel-Festplatten (FC) mittelfristig abgelöst werden können.
Dell, LSI und Seagate haben Anfang Mai bei einer Veranstaltung der SCSI Trade Association (STA) die Interoperabilität von 6-Gigabit-SAS gezeigt. Demonstriert wurde diese mit Testequipment von Dell, die Server beisteuerten, RAID-on-Chip und weitere Komponenten von LSI sowie SAS- und SATA-Festplatten von Seagate.
Für den 6. Dezember dieses Jahres hat die STA ein Plugfest bei der Universität von New Hampshire angesetzt. Der Branchenverband erwartet, dass 6-Gigabit-Laufwerke Ende 2009 an Endanwender ausgeliefert werden.
Neben der verdoppelten Bandbreite von sechs Gigabit pro Sekunde wird die kommende SAS-Generation folgende Merkmale aufweisen:
„Das wird SAS für den Einsatz in externen Speicherumgebungen Enterprise-ready machen und ermöglichen, dass SAS- an die Stelle von Fibre-Channel-Festplatten tritt“, erklärt Howard Shoobe, Senior Manager Storage bei Dell.
SAS wird Fibre Channel nicht vollständig ersetzen, zumindest vorerst nicht. Allerdings verzeichnen Festplattenhersteller wie Fujitsu, Hitachi Global Storage Technologies (HGST) und Seagate – Hersteller, die sowohl SAS- als auch FC-Laufwerke anbieten – momentan eine geringe Nachfrage an FC-Festplatten mit acht Gigabit pro Sekunde. Und das, obwohl FC-Switches und Host Bus Adapter aufgerüstet werden, um acht Gigabit pro Sekunde zwischen Server und Speicher zu gewährleisten.

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