Wechsel soll bis 2013 oder 2014 vollzogen sein

6-Gbit/s-SAS-Disks läuten das Ende von Fibre-Channel-Festplatten ein

22.06.2010 | Autor / Redakteur: Carol Silwa, SearchStorage.com / Nico Litzel

SATA zieht an SAS vorbei

Die Marktstatistiken 2009 spiegeln den grundlegenden Wandel wider, der sich nach Einschätzung von Gartner in den kommenden fünf Jahren vollziehen wird: SATA ist mit einem Anteil von 43 Prozent an SAS vorbeigezogen. SAS hatte insgesamt einen Marktanteil von 40 Prozent, wobei 28,4 Prozent auf drei Gigabit/s und 11,6 Prozent auf sechs Gigabit/s entfielen. Fibre Channel habe sich auch im vergangenen Jahr weiter rückläufig entwickelt. Der Marktanteil ist dem Analystenhaus zufolge auf 15 Prozent zurückgegangen.

Gartner geht davon aus, dass der Marktanteil von 4-Gigabit/s-Fibre-Channel dieses Jahr auf 10,1 Prozent und 2011 auf 5,6 Prozent fallen wird und etwa 2014 keine Rolle mehr spielen wird. Dann sollen, gemessen an ausgelieferten Stückzahlen, sich SATA mit einem Anteil von 50,1 Prozent und SAS mit 49,9 Prozent ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Zudem wird dann laut Gartner 12-Gigabit/s-SAS zur Verfügung stehen.

Hersteller wünschen sich eine gemeinsame Architektur

Marktanalyst IDC geht davon aus, dass die Festplattenhersteller bereits 2013 FC-Laufwerke nicht mehr ausliefern werden. John Rydning, Research Director HDD bei IDC, sieht im Wechsel von Fibre Channel auf SAS den Wunsch der Hersteller nach einer gemeinsamen Architektur. Kostenersparnis durch Massenfertigung werde daneben die Gesamtkosten der SAS-Komponenten weiter drücken.

Das größte Problem beim Wechsel von FC auf SAS ist laut Rydning die kürzere Kabellänge, allerdings „haben die meisten System-OEMs rausgefunden, wie man Architekturen mit den Einschränkungen bei der SAS-Kabellänge entwirft.“

Die IDC-Marktstatistik des ersten Quartals 2010 für „Performance-optimierte“ Enterprise-HDDs, in der das langsamere SATA-Interface nicht berücksichtigt wird, zeigt, dass 3- und 6-Gigabit/s-SAS zusammen einen Marktanteil von 72 Prozent erreichen, gefolgt von FC-Disks mit 27 und parallel SCSI mit einem Prozent.

Laut IDC habe SAS dieses Jahr zu Fibre Channel, dem bislang dominanten Diskinterface für externe Unternehmens-Datenspeicher, aufgeschlossen. Im ersten Quartal dieses Jahres habe das Verhältnis bei 3,5-Zoll-FC- und SAS-Festplatten etwa 50 zu 50 betragen. Im 2,5-Zoll-Bereich habe dagegen SAS den Markt angeführt.

„Wir rechnen damit, dass die Unternehmen in dem kommenden zwei bis drei Jahren weiter verstärkt auf SAS setzen und von Fibre Channel abkehren werden“, sagt Rydning. „Bis 2013 wird der Wechsel von Fibre Channel auf SAS sowohl für die interne als auch für die externe Speicheranbindung an Server abgeschlossen sein.“

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