29.04.2008 | Autor / Redakteur: Thomas Böcker / Nico Litzel
In einer typischen Installation sind diese Funktionen auf verschiedene Nodes verteilt, wobei auf jedem Object Storage Server zwei bis vier Object Storage Targets residieren, die über ein Netzwerk Daten austauschen. Die einzelnen Speichergeräte werden partitioniert, bei Bedarf mit einem Logical Volume Manager verwaltet und als Filesysteme konfiguriert, auf die OSS und MDS direkt zugreifen.
Der Vorteil dieser Konstruktion besteht darin, dass alle Veränderungen an den Metadaten separat ablaufen, während alle Zugriffe auf die Object Storage Targets direkt und parallel erfolgen. Im Zusammenspiel mit Suns Hardware entsteht so ein Hochleistungs-Cluster, der zurzeit eine Performance von 5,6 Teraflops erreicht – was etwa der Leistung vergleichbarer Rechnernetze am Forschungszentrum Jülich und am Zuse-Institut in Berlin entspricht.
Für die Klimatologen ist der Nutzen evident: Der Sun-Cluster ermöglicht es laut Dr. Joachim Biercamp, Leiter Wissenschaftliches Rechnen am DKRZ, „unsere Produktionsmodelle auf hoch parallele Systeme zu portieren“, was genau den Geschwindigkeitsgewinn bei der Evaluierung und Verbesserung der Klimamodelle bringt, den die Forscher benötigen.
Bleibt die Frage, warum Sun für die Installation am DKRZ nicht die ebenfalls für den Einsatz in Hochleistungs-Szenarien konzipierte Version 10 des eigenen Betriebssystems Solaris nutzt, die mit ZFS bereits ein für Speicherzwecke optimiertes Filesystem mitbringt. Die Antwort darauf lautet, dass Lustre bislang nur unter Linux verfügbar ist. „An einer Portierung des Metadata und des Object Storage Servers für Solaris arbeiten unsere Entwickler zurzeit noch“, erklärt Axel Köhler, für das DKRZ-Projekt zuständiger Sun-System-Ingenieur. Diese soll zum Jahresende verfügbar sein – man darf gespannt sein, welche Dimensionen sich damit erschließen.
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