10.01.2007 | Redakteur: Bernd Schöne
Das Marktforschungsunternehmen IDC geht von der rasanten Zunahme an ausgelieferten Hybridfestplatten in den nächsten Jahren aus. Dabei sind die Produktionsbänder noch nicht mal warm gelaufen. Erster Klärungsbedarf über die detaillierte Funktionsweise und das Zusammenspiel mit dem Betriebssystem zeichnet sich trotzdem schon jetzt ab: Hitachi, Samsung, Seagate und Toshiba haben sich pünktlich zum Start von Vista zu einer Flash-Memory-/ Hybrid-Laufwerk-Alliance zusammengeschlossen.
Bis 2010 sollen 35 Prozent aller in Notebooks installierten Festplatten Hybridfestplatten sein werden, prognostiziert IDC. Als erstes Betriebssystem setzt Microsoft Windows Vista voll auf Hybridtechnologie. Kommen die zum Systemstart nötigen Bits aus dem Flash-Bereich und nicht von der Platte, soll der voluminöse Windows-Spross deutlich schneller starten. In etwas mehr als einer halben Minute kann der Besitzer loslegen, so ergaben erste Tests. Solche Zeiten ergeben sich aber nicht von selbst. Es scheinen aber einige Optimierungsarbeiten notwendig zu sein, damit auch Anwendungen schneller „oben“ sind.
Die Flash-Speicher auf dem Laufwerk verwalten alle Systeminformationen an einem Platz, somit wird der Sicherheits- oder Verschlüsselungsmechanismus zentral gesteuert und gesichert. Datenspeicherung auf der Festplatte unterstützt zudem die Wiederherstellung von Daten im Falle eines Computerabsturzes.
Da die Flash-Memory-Chips direkt im Gehäuseinneren verschwinden, benötigen sie dafür keinen zusätzlichen Platz auf dem Host-System, argumentieren die Hersteller. Außerdem sei die Einrichtung von Hybridlaufwerken auf Windows-Vista-Systemen ebenso einfach wie bei herkömmlichen Festplatten.
„Hybrid-Drives unterstützen die Funktion „Windows Ready Drive“ in Windows Vista und ermöglichen so den Bau einer neuen Generation mobiler PCs, die schneller booten, kürzere Schlafmodi haben, Akkulaufzeiten optimieren, Standardfestplatten an Leistung übertreffen, betriebssicherer sowie robuster sind“, freut sich Bill Mitchell, Corporate Vice President, Mobile and Tailored Platform Division, Microsoft.
Nicht weniger euphorisch gibt man sich bei IDC. „Hybridfestplatten kombinieren die bewährtesten Funktionen aus zwei Speichertechnologien in einem Produkt – interaktiven Speicher mit hoher Kapazität. Die Gründung der Hybrid Storage Alliance durch Mitglieder der HDD Industrie ist vernünftig, um das Bewusstsein für die Hybrid-HDD-Technologie-Vorzüge zu stärken“, erläutert John Rydning, Research Manager für Hard Drives bei IDC, „NAND-Caching entwickelt sich zu einem Technologiemotor, der die Leistung von tragbaren PCs unter Windows Vista verbessert.“
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