09.10.2007 | Autor / Redakteur: Peter Hempel / Martin Hensel
Samsung hat sich anlässlich der laufenden Diskussion um unzureichende Performancegewinne mit Hybridfestplatten zu Wort gemeldet. Nicht die Hardware sei dafür verantwortlich, vielmehr gebe es bei der Software einen Nachholbedarf. Solange diese die Datenträger nicht besser nutze, brächten die Laufwerke nicht die erhofften Vorteile.
„Das Hybrid-Konzept ist geistiges Eigentum von Microsoft. Alleine können wir die Suppe nicht kochen“, weist Sun Kyung Spornraft von Samsung die Kritik an der schleppenden Weiterentwicklung der Technik zurück. Hybridlaufwerke von Samsung kombinieren eine herkömmliche Festplatte mit 256 Megabyte Flash-Speicher. Oft benötigte Daten sollen so unter Windows Vista schneller und energiesparender zur Verfügung gestellt werden.
Microsoft hat sich bislang noch nicht zum Thema geäußert. Indes ließ man bei Samsung keinen Zweifel daran, dass der Kern des Problems in erster Linie in Redmond zu suchen ist. „So lange Microsoft das Service Pack 1 für Vista nicht herausbringt, werden Kunden von den Vorteilen nicht profitieren können. Jetzt muss zunächst einmal softwareseitig optimiert werden“, meint Spornraft.
Trotz mangelhafter Unterstützung durch Microsoft will Samsung an der Hybrid-Technik festhalten und sagt ihr einen Durchbruch im Endanwender-Segment ab 2009 voraus. Den Kritikpunkt, dass der in existierenden Hybridplatten-Lösungen verbaute Flash-Speicher mit 256 Megabyte zu klein für eine merkliche Leistungssteigerung sei, wollte Spornraft in dieser Form nicht bestätigen. Die Größe des Caches orientiere sich an den momentan noch hohen Festspeicherpreisen.
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