RAM und Flash Solid State Drives

SSD-Speicher sind auf dem Vormarsch

07.02.2009 | Autor / Redakteur: George Crump / Nico Litzel

SSD-Speicher, die neuen Trumpfkarten für den Daten-Schnellverkehr. Im Bild: die RAM-SSD RamSan-440 von Texas Memory und eine Flash-SATA-SSD von Transcend.

Der Bedarf an kürzeren Antwortzeiten bringt Firmen dazu, mit Solid State Drives (SSD) eine hochperformante Speicherebene umzusetzen, die als Tier 0 bezeichnet wird. Damit verschiebt sich die von schnell drehenden Festplatten gebildete Produktivspeicher-Ebene auf Tier 1. Auf Tier 2 liegen die Nearline-Speichersysteme. Und noch eine Ebene tiefer sind die Bandbibliotheken angesiedelt. Hier liegen weniger zeitkritische Daten und solche, die weniger Performance benötigen als die Daten auf der Produktivspeicher-Ebene.

Bislang wurde Tier 0 in Form von ziemlich teuren RAM-SSDs realisiert. Kleines Problem für den Administrator: Um die teure Investition in RAM-Disks zu rechtfertigen, musste nachgewiesen werden, dass die primären Speichersysteme nicht ausreichend performant sind.

Das ändert sich momentan grundlegend. Nachdem die Kosten für Solid State Disks fallen, ist die Technik für alle Bereiche des Rechenzentrums bezahlbar geworden. Doch auch wenn die Technik durch den anhaltenden Preisverfall immer interessanter wird, die Performance ist noch immer das schlagende Argument für den Einsatz von SSDs.

Um an die Performance eines Solid State Drives mit vier Höheneinheiten heranzukommen, bräuchte man ein großes und teures Disk Array mit einer großen LUN, die über viele Laufwerke hinweg gestript wird. Überließe man Anwendern die Wahl zwischen einer Solid State Disk mit vier Höheneinheiten und einem großen Speicher-Array, wäre die Entscheidung eindeutig: Die Einfachheit würde siegen.

RAM oder Flash?

SSDs gibt es in zwei Ausführungen: Die eine basiert auf RAM, die andere auf Flash-Speichern. Flash-Speicher verändern gerade das SSD-Umfeld. Obwohl Flash-Speicher nicht an die Performance von RAM heranreichen, sind sie dennoch immer noch schneller als klassische Disk-Speichersysteme, selbst schneller als die schnellsten Highend-Speichersysteme – unterstellt man, sie greifen nur lesend zu.

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