29.10.2008 | Autor / Redakteur: Christine Cignoli / Nico Litzel
Datenspeicherung mit Solid State Disks (SSDs) ist mittlerweile den Kinderschuhen entwachsen, dennoch muss die Technik erst noch ihren Platz im Storage-Umfeld finden. Solid State, auch Flash genannt, wird Anwendern immer vertrauter und ist weitgehend verfügbar, da sich die Technik kontinuierlich weiterentwickelt und immer neue Marktsegmente erreicht. Allerdings bleiben einige Fragen offen, etwa nach dem Energieverbrauch, der Performance und vor allem nach geeigneten Einsatzgebieten.
Die Marktforscher von IDC haben kürzlich in einem Benchmark-Test auf Laptops Solid State Drives mit klassischen Festplatten und Hybridfestplatten verglichen. Dave Reinsel, Autor der Studie und Leiter der zuständigen Forschungsabteilung bei IDC, kommt zu dem Ergebnis, dass die Performance auf Laufwerksebene stark von der Gesamtperformance des Systems abweichen kann. „Das System kann zur Bremse werden und so die Vorteile schmälern, die man auf Geräteebene erzielen kann.“ Die Studie kommt auch zu dem Schluss, dass Solid State Disks und Hybridfestplatten weiter Marktanteile gewinnen werden und dass SSD-Controller das Schlüsselelement einer weiteren Entwicklung sein werden.
Mit der Marktreife von SSDs treten auch deutliche Unterschiede zutage. Single Level Cell (SLC) und Multi Level Cell (MLC) sind ein Beispiel hierfür. Steve Swenson, Leiter Produktstrategie und Innovationen beim SSD-Hersteller Imation, hat beispielsweise angekündigt, dass sein Unternehmen im kommenden Jahr MLC-SSDs auf den Markt bringen wird, die noch mehr Bits pro Zelle speichern können und zudem günstiger zu produzieren sein werden.
Josh Tinker, Leiter Market Development Personal Compute bei Seagate, weist darauf hin, dass sich Flash-Speicher für Unternehmen und Flash-Speicher für Privatanwender auseinanderentwickeln werden. „Man wird künftig immer mehr Unterschiede erkennen können“, erläutert Tinker und fügt hinzu, dass Unternehmen eher dazu tendierten, eine eigene Speicherebene mit SSDs einzurichten, wohingegen kleine Flash-Speicher in Hybridfestplatten eher für Endanwender geeignet seien.
Selbst den Begriff Flash, der bislang verwendet wird, um verschiedene Varianten von Solid State Drives zu beschreiben, könnte es schon bald nicht mehr geben. James Bowen von Texas Memory Systems, spezialisiert auf DRAM-Laufwerke, weist darauf hin, dass NAND-Flash und DRAM-Flash häufig durcheinandergeworfen werden. „Es gibt eine klare Abgrenzung. Man wird wahrscheinlich ein neues Akronym einführen müssen, um den Unterschied zu verdeutlichen.“
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